Jenny Gröllmann (5.2.1947 – 9.8.2006)

Im Buch zum Erfolgs-Film „Das Leben der anderen“ (sieben Lolas) hatte Ulrich Mühe, mit dem Jenny Gröllmann zwischen 1984 und 1990 verheiratet war, behauptet, sie sei von 1979 bis 1989 Inoffizielle Mitarbeiterin des MfS gewesen. Nach einem Urteil vom Juli dieses Jahres darf Mühe die Behauptung, sie sei ein Stasi-Spitzel gewesen, nun nicht mehr öffentlich äußern.

In einem Gespräch mit dem „stern“ gab Jenny Gröllmann bekannt, der ehemalige Stasi-Major Helmut Menge habe ihr gegenüber zugegeben, ihre Akte „ohne mein Wissen und hinter meinem Rücken geführt" zu haben. Vereinzelte Informationen und Versatzstücke seien als ihre Aussagen ausgegeben worden. Des Weiteren gebe es in ihrer Akte einige Ungereimtheiten, die gegen eine wissentliche Kollaboration sprächen.

Trotz ihrer Krankheit, an der sie seit 1999 litt, kämpfte sie unermüdlich gegen den Vorwurf ihres Ex-Mannes: "Ich habe bisher durchgehalten, weil ich das zu Ende bringen muss – meinetwegen bis zum Tod. Das bin ich meinen Töchtern schuldig." Jenny Gröllmann hinterlässt zwei Kinder, Jeanne Gröllmann und Anna Maria Mühe.

„stern“-Pressemappe: http://www.presseportal.de/story.htx?nr=849945

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