Ischiasschmerzen – Bandscheibenvorfall oder eingeklemmter Nerv?

Der Ischiasnerv ist ein Nerv, der besonders häufig nach Bandscheibenvorfällen zu schmerzen führt. Wenn sich die Bandscheibe verschiebt wird der Nerv eingeklemmt und sorgt für stechende Schmerzen im Lendenbereich, der bis in die Beine ausstrahlt. Bei vielen Menschen sind die Schmerzen unerträglich, einige werden sogar bewegungsunfähig. In besonders schweren Fällen etwa bei Nervenschädigung kann es zu Taubheitsgefühlen oder Lähmungen kommen.

Der Ischias wird in der Regel an zwei Stellen gequetscht, woraus Schmerzen resultieren. Zum einen an den Lendenwirbeln wo der Nerv mündet, was für einen Bandscheibenvorfall spricht oder aber im Becken, was etwa bei einer Schwangerschaft vorliegen kann.

Behandlung von Ischiasschmerzen

Ischiasschmerzen reagieren in der Regel gut auf Wärme, etwa durch Wärmepflaster. Man sollte sich auf einen ebenen Untergrund legen um den Rücken zu entlasten. Bäder und Massagen können zusätzlich Linderung verschaffen. In einigen Fällen soll auch Akupunktur geholfen haben.

Die Behandlung einer Ischialgie ist allerdings auch von der Ursache und der Erscheinungsform abhängig. In vielen Fällen werden neben Wärme und Bewegung auch schmerzstillende Mittel verschrieben.

Ischiasschmerzen in der Schwangerschaft

Auch die Schwangerschaft kann zu Schmerzen des Ischiasnervs führen. Durch die Gewichtszunahme und die Verlagerung des Körpers kann der Nerv eingeklemmt werden und somit schmerzen. In diesem Fall, können entkrampfende oder schmerzstillende Medikamente nur bedingt eingenommen werden, in vielen Fällen hilft aber schon die Einnahme von Paracetamol.

Die Lage des Kindes kann ebenfalls zu Ischiasschmerzen führen. In diesem Fall kann die Entlastung des Rückens wahre Wunder vollbringen, wie etwa durch den Vierfüsslerstand. Auch Bewegung kann in vielen Fällen helfen, ist aber zunächst schmerhaft. Endgültig verschwinden wird der Schmerz allerdings nur, wenn sich das Kind dreht.

Vorsorgemassnahmen gegen Ischiasschmerzen

Übergewicht und eine schwache Rückenmuskulatur können zu Problemen mit dem Ischias führen. Eine Stärkung der Rückenmuskulatur etwa durch gezieltes Training und eine Gewichtsreduzierung können die Ausgangsposition verbessern.

Sollten Ischiasschmerzen auftreten sollt die Einnahme von Medikamenten mit einem Arzt abgeklärt werden. Auch zum Ausschluss eines Bandscheibenvorfalls sollte ein Arztbesuch unbedingt erfolgen.

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/habi/1347305866/

Lizenz: Rücken©David Haberthür/Flickr

2 Meinungen

  1. Hallo,

    ein Rückenschmerzen ist nichts schönes! Hatte auch sehr lange Schmerzen. Wollte es nicht mit Spritzen probieren. Glücklicher war ich mit TENS und Krankengymnastik, das klappte ganz gut. Ist zwar immer noch keine Wunderheilung, aber besser als eine Spritze meiner Meinung nach. Zum Testen ist es auf jeden Fall empfehlenswert.

    Bye, Nici

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