Hostel ?harte Kost für Einsteiger

Dabei protzt der Film nicht gerade mit den Gore-Szenen. Roth
lässt den Zuschauer ziemlich lange an der heilen Welt der drei
Rucksacktouristen Paxton, Josh und Oli teilhaben, bevor diese am eigenen Leibe
die Folterphantasien des Regisseurs zu spüren bekommen.

Alles beginnt im sündigen Amsterdam. Die drei Freunde, immer
auf der Suche nach Drogen, Sex und Spaß, bekommen einen heißen Tipp, wo sie
noch wesentlich mehr von all dem bekommen können. Im ehemaligen Ostblock,
genauer in der Slowakei, sollen die Frauen schön und willig sein. Diese
Information reicht, damit sich die Clique auf ihre verhängnisvolle Reise macht.

In der Nähe von Bratislava beziehen die Jungs ein Zimmer im
örtlichen Hostel. Alles scheint wie versprochen. Schnell finden Oli, Paxton und
Josh drei Gespielinnen. Als dann aber der zotige Isländer Oli plötzlich
verschwindet dreht die Stimmung bei seinen Mitreisenden und beim Zuschauer.

Jetzt zeigt Regisseur Roth, warum Tarantino große Stücke
auf ihn hält. Mit bizarren Bildern, die sich in den Kopf des Zuschauers
einbrennen, zelebriert Roth die teilweise üblen Folterszenen. Alles findet in unwirklichen
Kerkerräumen einer alten Fabrik statt. Die Wände sind blutverschmiert,
scheußliche Instrumente liegen auf Tischen und die Peiniger scheuen sich nicht
diese auch zu benutzen. In diesen Momenten geht es schon hart zur Sache
(Akkubohrer und Kniescheibe vertragen sich nun mal nicht).

Aber wozu das alles? Über die Hintergründe des brutalen Treibens
wird das Publikum lange im Unklaren gelassen. Das Werk eines Wahnsinnigen? Mit
Sicherheit, aber nicht so, wie es zu erwarten wäre.

Am Ende bleibt ein beklemmendes Gefühl ob der Brutalität und deren haarsträubender
Hintergründe. Zu empfehlen ist dieser Film auf jeden Fall, allerdings nur für hart gesottene Freunde
des Genres.

Eine Meinung

  1. mir hat der film nicht gefallen -mit etwas mehr „Intelligenz“ verpackt, wäre es ein superstreifen geworden. Dadurch, dass aber der Anfang überhaupt nicht mit dem eigentlichen Film zusammenpasst (sieht eher nach Eis am Stiel aus), wurde es ein reiner Gewaltschocker. Hätte man das ganze in einen richtigen Horrorfilm verpackt, so wäre es viel besser angekommen. Diese brutale Gewalt passt überhaupt nicht zu dem anfänglichen Teeniegetue, da hätte vielleicht eher ein harter Kriminalkommissar bemüht werden sollen, um diese brutalen Machenschaften herauszufinden -finde ich…

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.