Hip wie Handke

Die Kontroverse um Peter Handke erreicht die amerikanische Ostküste. In New York gehen die Uhren betreffend europäische Autoren eben anders. Hier ist Handke noch Avantgarde und posiert lässig wie Heine (wenn er schon den Preis nicht kriegt). Dem New York Times Magazine diktiert Handke direkt ins Sommerloch:

Über seine Trauer um Milosevic: „Er war eine tragische Figur, kein Held. Ich aber bin Schriftsteller, kein Richter. Meine Liebe gilt Jugoslawien. Das wollte ich zum Ausdruck bringen.“

Über seine Liebe zu Jugoslawien: „Meine Mutter war Slowenin. Ihr Bruder war Partisan in Jugoslawien zwischen den Kriegen … Das war der Beginn meines Schreibens, die Geschichten meiner Mutter über ihren toten Bruder.“

Über sein Verständnis von Sprache: „Sprache ist nicht dazu da, seine Meinung zu sagen. Sprache ist für die große Literatur … Das wahrhaftigste Gespräch führe ich allein, schreibend. Alles andere ist Spielerei. Es gibt sehr innige und ernste Momente, aber es beginnt als Spiel und als Spiel soll es enden.“

Und über sein Selbstverständnis: „Ich bin weder hübsch noch jung.“

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