Heute vor?zwei Jahren wurde Ahmed Scheich Jassin getötet.

Morgens, um fünf Uhr früh,
schlugen die Raketen ein. Sie töteten Jassin und neun weitere Personen,
darunter zwei seiner Söhne. 26 Tage später wurde sein Nachfolger, Abd al-Aziz
ar-Rantisi, ebenfalls gezielt getötet. Israel entging nur durch ein Veto der
USA im UN Sicherheitsrat einer Resolution, die die Anschläge scharf
verurteilte.  
 
Das Problem ist damit aber
nicht aus der Welt. Auf der einen Seite gewaltbereite Terroristen, die das
Existenzrecht Israels bestreiten. Auf der anderen Seite der Staat Israel, der
die Pflicht und das Recht hat, seine Bürger vor Gefahr zu schützen.
 
Der ehemalige Premier Ehud
Barak sieht das Recht auf seiner Seite: „Das
Völkerrecht erlaubt es, jemanden zu töten, von dem mit Sicherheit
feststeht, dass er einen Anschlag gegen israelische Ziele vorbereitet.“
Völkerrechtler jedoch bezweifeln
diese Argumentation. Hinrichtungen
ohne Gerichtsverfahren sind willkürlich und widersprechen damit
elementaren Rechtsstaatsprinzipien, so der Völkerrechtler Daniel Khan.
 
Neben den rechtlichen
Aspekten spielen aber auch die Umstände eine gewichtige Rolle. Israel, dem die
Hamas das Existenzrecht bis heute abspricht, steht mit dem Rücken zur Wand.
Bereits fünf Kriege musste es mit seinen Nachbarn führen, um sich zu behaupten.
Eine Rückzugsmöglichkeit gibt es nicht. Die Terroristen der Hamas und anderer
Organisationen bedrohen Israel und seine Bevölkerung tagtäglich mit Anschlägen.
Die Optionen dagegen vorzugehen sind sehr begrenzt. Die gezielten Tötungen sind
eine mögliche, wenn auch reichlich umstrittene, Antwort.
 
Bevor man also Israel
verdammt, „sollte man sich in aller Demut fragen, wie man selbst mit einer solch schwierigen Lage umgehen würde.“^

Die Antwort fällt nicht leicht. Und das Verständnis für Israel wächst.

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