Heute vor?zwei Jahren fanden die Terroranschläge von Madrid statt.

Die Anschläge hatten
weitreichende Folgen für die spanische Innenpolitik, denn nur drei Tage später
sollten Parlamentswahlen stattfinden. Die konservative Regierung unter Jose
Maria Aznar machte zunächst die spanische Terrororganisation ETA für die Anschläge
verantwortlich. Auf den ersten Blick deutete auch einiges auf die ETA hin,
außerdem passte dies ins politische Kalkül der Regierung. Sollten hingegen islamische
Terroristen hinter den Anschläge stecken, könnte dies auf die spanische
Beteiligung am Irak Krieg zurückzuführen sein. Die Mehrheit der Bevölkerung
hatte diese abgelehnt.

Noch am 11. März bekannte sich jedoch eine Unterorganisation von al-Qaida zu den Anschlägen.
Im Verlaufe des nächsten
Tages wurde immer deutlicher, dass nicht die ETA, sondern al-Qaida hinter den
Anschlägen steckt. Die Regierung geriet immer stärker unter Druck. Zudem wurde
offenbar, dass sie mit allen Mitteln versuchte, die Anschläge der ETA
zuzuschreiben. Die spanischen Botschafter wurden angewiesen, „jede Art von Zweifel“ an einer ETA Täterschaft zu zerstreuen.
Die Bevölkerung schenkte den Verlautbarungen jedoch immer weniger Glauben, zu eindeutig
waren mittlerweile die Hinweise und Fakten die auf al-Qaida deuteten.

Die Mehrheit der spanischen
Bevölkerung stellte der regierenden konservativen Partido Popular (PP)
bei den Parlamentswahlen am 14. März die Quittung dafür aus. Die Sozialisten gewannen
entgegen allen vorherigen Umfragen die Wahlen deutlich.

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