Heute vor?15 Jahren wurde der ?Aufschwung Ost? beschlossen.

Insgesamt wurden nach
Angaben des „Spiegel“  bisher weit mehr
als
1.250.000.000.000 Euro (1250
Milliarden!) in den Aufbau Ost investiert. Vieles davon versickerte jedoch in
undurchsichtigen Projekten oder wurde schlicht zweckentfremdet.

Ziel des „Aufschwung Ost“
war es, die Infrastruktur (Straßen, Schienen, Telefonnetz) und die
Lebensverhältnisse des Ostens denen Westdeutschlands anzugleichen. Neben
schönen Innenstädten, einem modernen Glasfasernetz und schicken Autobahnen,
brachten die Investitionen aber kaum zählbares. Die von Helmut Kohl
propagierten „blühenden Landschaften“ blieben aus.

Während man anfangs nach dem
so genannten Gießkannenprinzip förderte, d.h. das Geld gleichmäßig übers ganze
Land verteilte, ist man mittlerweile zu gezielter Förderung einzelner Regionen
und Projekte übergegangen. Es sollen gezielt Zentren, Leuchttürme genannt,
unterstützt werden, die als Kern weiterer Industrieansiedlungen dienen sollen.
Als beispielhafte „Leuchttürme“ gelten Dresden, Jena und Chemnitz. Diejenigen
Regionen, die nicht zu den Leuchttürmen zählen, fallen jedoch immer weiter
zurück.

Die andauernde
Transferleistung von West nach Ost setzt mittlerweile auch den alten
Bundesländern zu. Städte wie Recklinghausen, Bochum, Siegen sehen heute
wesentlich schlechter als ihre Nachbarn östlich der Elbe aus. Die
Arbeitslosigkeit erreicht in einigen Regionen Westdeutschlands ähnliche
Rekordmarken wie in der Uckermark oder in Vorpommern.

Alles in allem gilt der
„Aufschwung Ost“ heute als gigantischer Fehlschlag – zu viel Geld versickerte,
zu wenig wurde sinnvoll investiert.

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