Heute vor…52 Jahren wurde Wiktor Juschtschenko geboren.

Geboren wurde Juschtschenko
in der östlichen Ukraine, nahe der Grenze zu Russland. Früh, im Alter von 21
Jahren, trat er der Kommunistischen Partei der Sowjetunion bei und arbeitete
nach seinem Studium in der sowjetischen Staatsbank.

Nach dem Zusammenbruch der
Sowjetunion war er zunächst in der ukrainischen Staatsbank tätig. Zwischen
Dezember 1999 und Mai 2001 war er Ministerpräsident der Ukraine. Während seiner
Zeit als Premier erarbeitete er sich einen Ruf als umsichtiger Finanzfachmann,
der sowohl Korruption als auch Inflation gleichermaßen bekämpfte.

Weit über die Ukraine hinaus
bekannt wurde Juschtschenko durch den Präsidentschaftswahlkampf 2004. Während
eines Abendessens im September 2004 wurde er vom Chef der ukrainischen
Staatssicherheit mit Dioxin vergiftet. Er überlebte den Anschlag knapp, musste
jedoch seinen Wahlkampf für mehrere Wochen unterbrechen.

Trotz seiner angeschlagenen
Gesundheit und zahlreichen Behinderungen durch ukrainische Behörden, gelang es
Juschtschenko eine Stichwahl gegen den von Präsident Leonid Kutschma
favorisierten Wiktor Janukowitsch, damals Ministerpräsident, zu erzwingen.

Nachdem diese offensichtlich
gefälscht wurde, kam es zu wochenlangen friedlichen Protesten („Orange Revolution“) in der Ukraine.
Die EU, OSZE und die USA erkannten das Wahlergebnis nicht an und forderten
einen erneuten Wahlgang. Diesen gewann Juschtschenko
am 26. Dezember mit fast 52 % der Stimmen gegen Janukowitsch.

Juschtschenko bemühte sich
in der Folge vor allem um die Einheit der Ukraine, die Bekämpfung der
Korruption und die Förderung des Wirtschaftswachstums. Sein erklärtes Ziel ist
nach wie vor die Heranführung der Ukraine an Europa.

Während seiner einjährigen
Amtszeit kam es zu zahlreichen innenpolitischen Konflikten, u.a. musste er
seine Mitstreiterin aus dem Jahre 2004, Julia Timoschenko, vom Amt der
Ministerpräsidentin entbinden.

Im März dieses Jahres finden
Parlamentswahlen statt, die als ein erster Stimmungstest für die Politik
Juschtschenkos angesehen werden.

Als Erfolg kann bereits
jetzt gewertet werden, dass diese Wahlen fairer und freier ablaufen werden, als
die Präsidentschaftswahl 2004.

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