Gabriele Tarquini – alter Hase der WTCC

Gabriele Tarquini hält neben dem Weltmeistertitel auch zwei negative Formel-1-Rekorde. Sein sechsjähriges Engagement in der Motorsport-Königsklasse zwischen 1987 und 1992 bescherte ihm ungeschlagene 40 Trainingsläufe ohne resultierender Renn-Qualifikation und 25 verpatzte Vorqualifikationen für das eigentliche Qualifying. Dies ist allerdings weniger dem vorher in Kartsport-Serien und in der Formel 3000 angetretenen Tarquini als seinen extrem rückständigen F1-Teams anzulasten. Hier seien die katastrophalen AGS-JH-Wagen, Coloni und Fondmetal genannt. So wechselte er 1993 komplett zu den Tourenwagen; bereits 1989 und 1992 kam er in der italienischen Supertourenwagen-Meisterschaft auf den jeweils fünften Gesamtplatz.

Tarquini bei den Tourenwagen

Gabriele Tarquini startete 1993 in der italienischen Tourenwagen-Meisterschaft und wurde sogleich Gesamt-Dritter. Im Folgejahr wurde er auf Alfa Meister bei den Britischen Tourenwagen, und fuhr einige Rennen in der spanischen Meisterschaft mit. 1995 erreichte in Italien den siebten Gesamtrang und trat einige rennen der Britischen sowie Internationalen Tourenwagen Meisterschaft an. Die Folgesaison beendete er als 14. die Int. Tourenwagen Meisterschaft auf einem JAS-Alfa Romeo. 1997 wurde er mit Prodrive-Honda sechster der Britischen Tourenwagen und fuhr er einige Rennen auf VZM-Honda in der Belgischen Procar Serie. 1998 und 1999 erreichte er auf JAS-Honda in der  Deutschen Supertourenwagen-Meisterschaft den siebten bzw. vierten Platz. Im Jahr 2000 kam Gabriele Tarquini bei den Britischen Tourenwagen erneut sechster und startete einigen Rennen der Tourenwagen Europameisterschaft ebenfalls auf JAS-Honda.

Gabriele Tarquini gibt Gas und siegt

2001 bis 2004 trat Gabriele Tarquini auf Alfa Romeo  in der Tourenwagen-Europameisterschaft an und gewann sie 2003. Als die Serie 2005 in die WTCC umgestaltet wurde, konnte er für Alfa einen siebten bzw. fünften Gesamtrang einfahren. Nach deren Ausstieg wechselte Tarquini zu Seat und kam 2007 zunächst auf den achten Platz. 2008 verbesserte er sich auf den zweiten Platz und stellte 2009 seinen WTCC-Diesel-Leon mit mit 115 Zählern knapp vor seinem teamkollegen Ivan Muller ganz oben aufs Treppchen. Bemerkenswert ist zudem seine Konstanz: 1993 bis 2007 fuhr er  mit Ausnahme von 2002 in jeder Saison mindestens einen Sieg in einer nationalen oder internationalen Tourenwagen-Meisterschaft ein.

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