Finger weg von der Maus

Klick, klick, klick – wer hat diese Bewegung nicht schon
1000fach ausgeführt?
Doch auf Dauer kann der kleine Klick dem Körper ganz
schön zusetzen. Denn die extrem schnelle Mini-Bewegung belastet Muskeln, Gelenke
und Sehnen. Und wird am nächsten Tag weitergemacht – wie das eben so oft
passiert – hat der Bewegungsapparat nicht genug Zeit, um sich zu regenerieren.
Folglich summieren sich die Schäden, bis chronische Mikro-Verletzungen
entstanden sind.

Typische Symptome sind eingeschlafene Arme,
Hände oder Finger, Kraftlosigkeit oder Taubheitsgefühle, kalte
Hände oder steife Gelenke, sowie Schmerzen oder „Nadelstiche“ in
Händen, Unterarmen, Schultern, Rücken oder Nacken. Anfangs treten die
Beschwerden nur nach Feierabend auf und verschwinden über Nacht, bis sie sich
am nächsten Abend wieder melden. Wird nichts dagegen unternommen, tauchen die
Zipperlein irgendwann aber auch während der Arbeit auf. Im späten Stadium kommt es zu ausstrahlenden Schmerzen, Schwellungen,
Entzündungen sowie zu Funktionsstörungen. Viele Betroffene können dann beispielsweise nicht
mehr richtig zupacken.

Der Fachbegriff für das neue Zivilisationsleiden lautet „Repetitive Strain Injury“ , kurz RSI genannt. Vor allem Menschen, die
am Computer arbeiten, gehören zur Risikogruppe. Da die
Krankheit im Verlauf immer schwieriger zu kurieren ist, lautet die Devise: Vorbeugen
ist besser als Heilen.

Und das ist gar nicht so schwer, man muss nur folgende Regeln beherzigen:

1. Lassen Sie die Maus so oft wie möglich links liegen. Benutzen Sie
stattdessen Tastenkombinationen.
2. Nehmen Sie die Hand von der Maus, wenn Sie nicht klicken.
3. Klicken Sie langsam.
4. Die Maus sollte sich in Körpernähe befinden
und beim Klicken locker in der Hand liegen.
5. Halten Sie die Hände warm.
6. Vermeiden Sie einseitige Körperhaltungen. Setzen Sie sich immer mal
wieder anders hin und stehen Sie zwischendurch öfters auf.
7. Legen Sie regelmäßige Pausen ein, in denen Sie
sich ausgiebig strecken und dehnen.
8.  Achten Sie
auf einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz. Schaffen Sie sich eine
ergonomisch geformte Maus an sowie eine zweigeteilte
Tastatur.

8 Meinungen

  1. Gut zu wissen. War mir nicht klar, dass die Arbeit mit der Maus so gefährlich ist. Aber den Tip: Hände warm halten, werde ich schwer umsetzen können. Meine sind nämlich immer kalt, besonders wenn ich am Computer arbeite. Was kann man dagegen tun? Kann ich die Durchblutung irgendwie fördern?

  2. am besten nicht mit nackten unterarmen arbeiten und die unterarme nicht auf eine kalte arbeitsfläche legen. gegebenenfalls kann man ein handtuch o.ä. auf den schreibtisch legen. um die durchblutung zu fördern, sollte man zwischendurch die arme immer mal wieder bewegen (hochnehmen, mit den schultern rollen etc.) das hilft auch gegen den mausarm!

  3. Joachim Terwedow

    Hallo, hatte vor einiger Zeit schmerzhaten Mausarm mit Schmerzen bis in die Schulter / Nacken. Musste behandelt werden.Aus Platzgründen habe ich nur einen kleinen Computer-Ständer mit Maus ohne Ellenbogen-Auflage. Vielleicht ist das der Grund?Jojo

  4. ich weiß leider nicht genau, was ein computer-ständer ist. aber ich denke, es ist wirklich wichtig, dass der unterarm locker (und warm) auf der tischplatte aufliegt. darüber hinaus ist es gut, wenn man zwischendurch beim pc-arbeiten immer mal wieder rumhampelt – arme hinter den kopf, schultern drehen und öfters mal aufstehen (z.B. im stehen telefonieren) – wichtig, vor allem, wenn man schon mal probleme hatte! lg aus köln

  5. Hierzu auch lesenswert:Ärzteblatt: Weiter Streit um den GesundheitsfondsJe länger die Reform aufgeschoben wird, um so stärker werden die Fliehkräfte innerhalb der Koalition…

  6. Der letzte löscht das LichtBevor die Kassen das tun, was andere Konzerne machen, nämlich ihre Patienten aus Kostengründen entlassen, wird bestimmt vorher eine der Kassen auf den glorreichen Gedanken kommen, abzuwandern. Das spart Personalkosten, gibt Standortvorteile, Geld von der EU für getätigte Investitionen, schafft weiterhin Gewinnmaximierung bei den Pharmaunternehmen und hält vorerst die Prämien auf dem aktuellen Stand. Dann werden die Ärzte abwandern(ist bei der Zulieferindustrie ja nicht anders) und wir bekommen so genannte ambulante Arztkolonnen, da gilt ja noch nicht der auf dem Bau gültige Mindestlohn. Nach Jahren des Abwanderns von EU zu EU Staat (inzwischen gehört bestimmt dann auch China dazu) wird man wieder in Deutschland angekommen sein. Dort sind die Kostenbedingungen dann wie jetzt in China, kleine Löhne beim Rest des Volkes, das nicht privat versichert war und nicht auch abgewandert oder ausgestorben ist. In der Zwischenzeit haben die Regierenden dann die Daten und die Lage erfasst, um festzustellen, bei der geringen Menge verbleibender Kassenpatienten lohnt der Aufwand nicht mehr, man sollte sie lieber abschieben. Solange warte ich noch ab und dann mach‘ ich das Licht aus!

  7. Der letzte löscht das LichtBevor die Kassen das tun, was andere Konzerne machen, nämlich ihre Patienten aus Kostengründen entlassen, wird bestimmt vorher eine der Kassen auf den glorreichen Gedanken kommen, abzuwandern. Das spart Personalkosten, gibt Standortvorteile, Geld von der EU für getätigte Investitionen, schafft weiterhin Gewinnmaximierung bei den Pharmaunternehmen und hält vorerst die Prämien auf dem aktuellen Stand. Dann werden die Ärzte abwandern(ist bei der Zulieferindustrie ja nicht anders) und wir bekommen so genannte ambulante Arztkolonnen, da gilt ja noch nicht der auf dem Bau gültige Mindestlohn. Nach Jahren des Abwanderns von EU zu EU Staat (inzwischen gehört bestimmt dann auch China dazu) wird man wieder in Deutschland angekommen sein. Dort sind die Kostenbedingungen dann wie jetzt in China, kleine Löhne beim Rest des Volkes, das nicht privat versichert war und nicht auch abgewandert oder ausgestorben ist. In der Zwischenzeit haben die Regierenden dann die Daten und die Lage erfasst, um festzustellen, bei der geringen Menge verbleibender Kassenpatienten lohnt der Aufwand nicht mehr, man sollte sie lieber abschieben. Solange warte ich noch ab und dann mach‘ ich das Licht aus!

  8. Komischerweise habe ich nach gut einem Jahr Büro-Arbeit Probleme mit der linken Nicht-Maus-Hand. Woran kann denn das dann liegen?

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