Fernsehen der Zukunft.

Statt wie früher, auf die
Programme der Sender angewiesen zu sein, wird der Zuschauer der Zukunft sich sein Programm selbst zusammenstellen. Weder feste Anfangszeiten, noch
Werbeunterbrechen noch das ewige warten auf die nächste Folge der
Lieblingsserie werden uns dann noch behelligen.

Die Zukunft liegt in der
Verbindung von TV und digitaler Technik. Schon heute bieten DVD Recorder mit
Festplattenspeicher dem Zuschauer die Möglichkeit, seine Lieblingssendungen
aufzuzeichnen und später zeitversetzt anzuschauen. Die lästigen Werbeunterbrechungen
können dabei ohne Probleme eliminiert werden. Dies ist jedoch erst der Anfang.

Die Verbindung von TV,
Internet und breitbandigen DSL Anschlüssen wird in nicht allzu ferner Zukunft
die gesamte TV Branche verändern. Zukünftig wird man sich sein Programm direkt
aus dem World Wide Web auf seinen Computer daheim downloaden können und sich so
von den Programmachern der Sender emanzipieren. Statt wie bisher darauf
angewiesen zu sein, dass zu sehen was die Sender für gut befinden, wird man
künftig das sehen können, was man, wo man und wann man es will. Der Zuschauer
wird vom passiven Konsumenten zum aktiven Teilnehmer am Fernsehgeschehen.

Wie so oft setzen auch hier
die USA die Trends. Schon heute können dort Zuschauer die aktuellsten Folgen ihrer
Lieblingsserien bereits einen Tag nach Erstausstrahlung downloaden. Selbst
Quotenknüller und Blockbuster werden für 99 Cent im Internet feilgeboten.
Allein die Erfolgsserie „Lost“ wurde bisher, allein in Apples iTunes Shop, über
400.000 mal heruntergeladen.

Ein weiteres, stark
wachsendes Segment dies- und jenseits des Atlantiks, ist der DVD Markt.
Sogenannte DVD Boxen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. In Deutschland
wurden allein 2004 4,7 Millionen Sets verkauft. Die Konsumenten können dann,
unabhängig von Sendezeit und ungestört von Werbung, ihre Lieblingssendungen
sehen wann und wo sie wollen.

In Zukunft wird sich dieser
Trend noch beschleunigen. Denn die TV Industrie hat aus den Fehlern der
Musikindustrie gelernt. Diese wehrte sich so lange gegen die neuen
Möglichkeiten der digitalen Verbreitung, bis sie schließlich fast daran zu
Grunde ging. Die Fernsehmacher wollen sich stattdessen an die Spitze der
Bewegung setzen und sich so für die Zukunft wappnen.

Ein Gewinner steht heute
schon fest: der Zuschauer. Er, statt die Sender, wird in Zukunft bestimmen was
er sieht. Willkommen, schöne neue Fernsehwelt!kultur/gesellschaft/0,1518,398177,00.html“>

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