Europa guckt europäisch

Allerdings gibt es ein starkes Gefälle in Europa: Spitzenreiter in der Ausstrahlung europäischer Produktionen ist Dänemark, das 2004 ein Anteil von 86 Prozent erreicht hat. Irland hatte mit 53 Prozent 2003 den geringsten Anteil und wurde 2004 von der Tschechischen Republik übertrumpft, deren Anteil europäischer Produktion nur 49 Prozent betrug. In Deutschland haben die Sender ihre Werte im Zeitraum von 2001 bis 2004 um sechs Prozentpunkte auf fast 66 Prozent verbessert.

Ist es also nichts mit der vielbeschworenen (oder nur gefühlten) Dominanz amerikanischer TV-Bilder auf europäischen Schirmen? Vielleicht doch. Hinter dem relativ hohen Anteil einheimischer Produktionen verbergen sich natürlich auch Standards wie die Wetterkarte, nächtliche Wiederholungen billig produzierter Endlos-Serien und vollkommen anspruchsfreie Call-In und Shopping-Shows. Dem Zuschauer dürfte es eh egal sein, ob die Bilder aus Babelsberg, Burbank oder Bollywood stammen – er will unterhalten werden.

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