Einige Gedanken zum Thema Integration…

Deutschland ist auf dem Weg in den religiösen Pluralismus. Die beiden großen christlichen Kirchen laufen die Mitglieder davon. Viele Menschen glauben überhaupt nicht mehr oder irgendetwas anderes. Und der Islam ist auf dem Weg, die dritte religiöse Kraft zu werden. Das macht nicht nur christlichen Politikern Angst. Der Argwohn gegenüber dem Islam spielt in der Integrationsdebatte mit Sicherheit eine Rolle. Und das heißt, dass es nicht nur um Sprache geht, es geht auch um (Glaubens-) Inhalte.
 
Wer von Integration redet, muss sich daher auch um die eigene Tradition und die eigenen Werte kümmern. Schließlich prägen sie die Gesellschaft, in die sich Ausländer integrieren sollen. „Wer sind wir und was halten wir für richtig“, diese Fragen müssen wir beantworten. Die Antworten darauf sind zum Teil unehrlich und das führt zu einer Desintegration im inneren der Gesellschaft.
 
Politiker mit guten Deutschkenntnissen verlassen bisweilen die deutsche Rechtsgemeinschaft, wenn es um die Finanzierung ihrer Parteien geht. Manager großer deutscher Konzerne „setzen Mitarbeiter frei“ trotz dicker schwarzer Zahlen und erhöhen sich gleichzeitig selbst die Gehälter.
 
Wir beobachten, dass sich der Wert von Menschen zunehmend aufgrund ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bemisst. Wir reden von Konsumenten und von menschlichen Ressourcen. Wer aber als Arbeitskraft und Konsument nichts taugt, wird gesellschaftlich desintegriert, auch wenn er Deutsch spricht. Diese Perspektive haben nicht nur die Schüler der Rütlischule.
 
Moslemische Kinder nehmen am Religionsunterricht in deutschen Schulen teil, während deutsche Eltern ihre Kinder vom Religionsunterricht abmelden. Wer integriert eigentlich diejenigen, die sich aus der Traditions- und Wertegemeinschaft abmelden?

Eine Meinung

  1. Naja über Integration wird in Deutschland ja schon länger geredet. Momentan ist es natürlich wieder aktuell, weil die Medien sich darauf fokussieren. Das Sprache die Integration fördert will auch ich nicht abstreiten, aber wenn wir uns überlegen, wie zur Zeit der Wiedervereinigung die Ostdeutschen von den westlichen Werten und Marktgesetzen überrannt wurden kann man sich schon fragen, welchen Anreiz der Westen denn eigentlich zu bieten hat. Ellenbogengesellschaft, Egoismus, Gier, Übermass sind immernoch Attribute, die auf den westlichen Lebensstil angewendet werden. Viele Ostdeutsche, wenn nicht sogar der größte Teil, war extrem frustriert, wie arrogant man mit Ihnen umgegangen ist. Auch die heutige ostdeutsche Jugend, akzeptiert den Westen nicht automatisch. Viele lehnen den Kapitalismus mit Blick auf die soziale Situation ihrer Eltern als unmenschlich ab und verfangen sich dabei in rechten Gruppierungen.Mit der deutschen Sprache können wir Ausländer zwar besser in unser Wirtschaftssystem eingliedern, aber wirklich integrieren werden sich andere Kulturen erst, wenn sie sehen, ob der Westen wirklich die bessere Lösung menschlichen Zusammenlebens geschaffen hat.

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