Drag Racing Geschichte – Motorsport von der Straße auf den Strecke

Ihre Droge ist Adrenalin, hervorgerufen durch Geschwindigkeit. Die Schrauber nutzen, da es keine Alternativen gibt, die öffentlichen Straßen für ihre Aktivitäten im Amateur-Motorsport.

Drag Racing – Sport ohne Sportplatz

Die Geschichte des Drag Racing nahm ihren Anfang im Land der Massenmobilisierung, den USA. Die Männer mit Schiebermütze oder Pomade im Haar hatten daher die Möglichkeit, günstig Gebrauchtwagen zu schießen. Wegen des geringsten Gewichts sind die offenen Ford A Modelle und Ford Model T am beliebtesten, Coupes kamen erst später in den Fokus der Speed-Freaks. Dass Ford schon in der Unterklasse einen V8-Motor, den legendären Flathead, anbot, kommt den Rennfahrern nur zugute. Um den Motor nicht zu überfordern, erkennen die Jungs, dass ihr sogenannter Hot Rod nicht unbedingt eine schwere Motorhaube und Kotflügel mit beschleunigen muss, sie fallen dem Leichtbau zum Opfer.

Mit dem Hot Rod am Drag Race teilnehmen

Natürlich wurde den Hot Roddern schnell klar, dass sich unter den Gegebenheiten im Straßenverkehr keine Langstreckenrennen absolvieren ließen. So besannen sie sich auf städtebauliche Fakten und die Traditionen aus dem wilden Westen: Dort galoppierten Reiter mit ihrem Quarter Mile Horse um die Wette. Der Pferdename indiziert, dass die Renndistanz eine Viertelmeile betrug, die Länge eines gewöhnlichen Straßenblocks. Die Streckenlänge wurde kurzerhand beibehalten und das Ampelrennen aka Drag Race konnte beginnen. Im außerstädtischen Bereich, wie etwa im FilmAmerican Graffiti“ gezeigt, konnte die Distanz auch größer ausfallen; der Fahrbefehl für den Lenker vom Hot Rod kam von einem flaggenschwenkenden Starter, keiner grünen Ampel.

Drag Racer raus!

Wie es überhöhte Geschwindigkeit in Zusammenhang mit dafür nicht unbedingt tauglichen Fahrzeugen (Bremsen, Reifen, Aufhängung) so mit sich bringt, geschahen Unfälle, darunter auch tödliche. Polizei und Bürger setzten alles daran, die ungeliebten Drag Racer mit ihren Hot Rods  Hinzu kam die große Rückkehrer Welle junger GIs von den europäischen und pazifischen Schlachtfeldern. Adrenalingewohnt und voller Tatendrang dachten sie nicht daran, sich von heute mit morgen mit Frau und Kind häuslich niederzulassen. Aus diesem Zuwachs und zur Ehöhung des allgemeinen Ansehens gründete Wally Parks 1951 die aus der South California Timing Association, hervorgehende NHRA (National Hot Rod Association) die das Drag Racing auf abgesperrten Flugplätzen und den Salzseen reglementierte.

Von Hot Rods zum Drag Racing – Änderungen

Nun ging es aufwärts und zwei Trends kristallisierten sich. So entwickelten die Drag Racer ihre Hot Rods mit größtenteils serienmäßigem Chassis zu Racing Cars. Die Rennwagen eigneten sich entweder gut für das als Beschleunigungsrennen bekannte Drag Racing oder waren für die Salzseerennen auf Höchstgeschwindigkeit ausgelegt. Für beide Gruppen der galt auch der immer größere Zuwachs im Radstand um Stabilität zu gewährleisten. Auch fanden die auf der Suche nach höherem Tempo gewonnenen Kniffe der Body Modification wie das Top Chop (Tieferlegung vom Dach) oder die Louvers (Entlüftungsschnitte) Eingang in den Bereich der Custom Cars. Somit darf der Motorsport Drag Racing mit seinen Hot Rods für sich in Anspruch nehmen, auch diese milliardenschwere Industrie maßgeblich angekurbelt zu haben.

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