Dr. House & Friends

Und wieder hat eine Bekannte eine „Friends“-Staffel
geschenkt bekommen. Klar, dass die DVDs sofort rumgereicht werden wie die
Kokstüte backstage bei Lotto King Koks, äh, Karl. Diesmal also die vierte,
obwohl die zweite noch nicht gesehen wurde, und man wird ganz wuschig, weil man
zwischen den Staffeln hin- und herspringt wie Lotto auf der Bühne. In Folge 23
(für „Friends“-Freunde: Ross’ Hochzeit in England) taucht dann Hugh Laurie auf,
der Hauptdarsteller der zu Recht auch bei uns erfolgreichen US-Serie „Dr.
House“ bzw. „House, M.D.“* (zweite Folge: 3,26 Mio. Zuschauer / 21,7% Marktanteil
in der jungen Zielgruppe).
 
Laurie spielt einen Gentleman, der den Friends im Flieger
nach London begegnet. Und als Gentleman natürlich ein lupenreines Englisch
spricht, was mich einigermaßen überrascht hat, schließlich kam mir Gregory
House ziemlich amerikanisch vor. Doch ich bin nicht der Einzige, der dem Engländer
unterstellt hat, er sei Ami. Es heißt, Mitproduzent Bryan Singer (Regisseur u.a.
von “The Usual Suspects” und dem gerade abgedrehten „Superman Returns“) habe Lauries
Vorsprechen für „House“ mit den Worten kommentiert: „See, this is what I want: an American guy.“
 
Es gibt natürlich Schlimmeres als nicht zu wissen, dass
einer Engländer ist, aber dennoch wird deutlich, dass Synchronisation den einen
oder anderen Nachteil hat (Über dieses Thema, das ganze USB-Sticks füllen
würde, vielleicht ein anderes Mal mehr). „Friends“ ist ja, wie ich festgestellt
habe, auf Deutsch auch nicht mal halb so lustig wie auf Amerikanisch. Vermutlich
war auch diese drollige Militärserie, in der die Nazis in der deutschen Fassung
gesächselt haben, eigentlich lustiger. Weiß wahrscheinlich zu Recht niemand
mehr wie die hieß.
 
* Konnten die Deutschen mal besser Englisch oder warum durfte
„Trapper John, M.D.“ damals hier genauso heißen wie in den Staaten?

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