Die spinnen, die Finnen ? wunderbar skurril: Krimis von Arto Paasilinna

Arto absolvierte eine Ausbildung bei einer Zeitung und arbeitete dann als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Er arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist wohl der meistgelesene Autor Finnlands. Er hat bisher etwa 40 Romane verfasst, von denen viele verfilmt wurden. Für seine in mehrere Sprachen übersetzten Werke erhielt er zahlreiche Literaturpreise auch außerhalb seines Heimatlandes. So bekam er z.B. den Air Inter Prize in Bordeaux 1998 und den Guiseppe Acerbi Premio Litterario im Jahre 1994. Es heisst, der alljährliche Paasilinna gehöre in Finnland zum Herbst wie die fallenden Blätter. Die finnische Literaturkritik zeigte ihm lange die kalte Schulter. Das änderte sich erst, nachdem seine Romane in Frankreich außerordentlich populär wurden. Seine Sprache ist einfach, direkt und geprägt durch unverblümten und manchmal schwarzen Humor. Er ist ein scharfer Beobachter seiner Landsleute und deren Eigenarten, ihrer menschlichen Schwächen, Sentimentalitäten und auch ihrer Stärken. Paasilinna lebt heute in seinem Geburtsort Kittilä und hat mehr als 40 Bücher geschrieben.  siehe auch krimi-couch
Zwei seiner Brüder sind über die Grenzen Finnlands hinaus bekannt. Reino Paasilinna ist Politiker im EU-Parlament und Gelegenheits-Schriftsteller. Erno war Kulturkritiker und Schriftsteller, er starb im September 2000.
Wer sich einlesen möchte in die Bücher Paasilinnas dem empfehle ich das Buch: „Der wunderbare Massenselbstmord“ (>Hurmaava Joukoitsemurha<, so der Titel im Original). „Denkst du an Selbstmord? Du bist nicht allein!“ – So lautet ein ungewöhnlicher Anzeigentext, der auf überraschend heftiges Interesse stößt. Niemals hätte der gescheiterte Unternehmer Olli Rellonen mit der Existenz so vieler Gleichgesinnter gerechnet, als er beschloss, seinem Leben ein Ende zu setzen. Aus einem zunächst vagen Vorhaben entwickelt sich ein konkreter Plan: Ein Bus wird gechartert, um an einsamer Stelle gemeinschaftlich das Leben zu beenden. Am verabredeten Tag besteigen die unternehmungslustigen Selbstmordkandidaten schließlich guten Mutes das gemietete Gefährt – und starten ihre einzigartige Reise ohne Wiederkehr, die durch halb Europa führt. Spätestens im urdeutschen Schwarzwald bekommen einige der Trauerklöße wieder unbändig Lust am Leben.
Danach empfehle ich den Titel: „Nördlich des Weltunterganges“: >Freundin Sie suchen das Paradies? Es liegt in Nordfinnland. Denn dort ist beim Bau einer Kirche ein autarkes Dorf entstanden, das sich in der krisengeschüttelten Welt zum begehrten Zufluchtsort entwickelt. Weltwirtschaftskrise, der Untergang New Yorks und der Ausbruch des dritten Weltkrieges – im Norden Finnlands lässt man sich nicht aus der Ruhe bringen. Und als die Sonne beginnt aus einer anderen Richtung zu scheinen, feiert man Weihnachten eben in Badehose, und Rudi das Rentier wird zum Flamingo.<(Klappentext)
Dieser Mann schreibt einfach anders als andere, frech und skurril ist seine Ausdrucksweise, die er manchmal durchaus auf die Spitze treibt. Dies allerdings stets mit Verständnis und dem nötigen Respekt vor seinen Protagonisten, denen er gekonnt den Spiegel vorhält, gerade in Extremsituationen. Als  BLT-Taschenbücher erschienen.
 

Eine Meinung

  1. Ich kann die Bücher von Arto Paasilinna auch nur empfehlen. Sie sind einafch klasse! Allerdings weiß man oft nicht ob man lachen oder weinen soll. Teilweise sehr, sehr schwarzer Humor aber eben auch sehr finnisch. Und auch wenn der Titel „Der wunderbare Massenselbstmord“ blöd klingt, man sollte sich nicht abschrecken lassen, denn das Buch lohnt wirklich!

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