Die Reichensteuer – eine total tolle Idee!

Reichensteuer – klingt gut. Die
Reichem (also die da oben, die eh schon genug haben) sollen zahlen. Sehr schön!
Erstens trifft`s den Ottonormalverbraucher nicht. Zweitens haben die „Reichen“
eh schon genug. Und Drittens, so was ist doch nur gerecht!
 
Gerecht? Mag ja sein, dass der ein oder andere das so sieht.
Ich find`s nicht gerecht (und ich verdiene wesentlich wesentlich wesentlich
weniger als 250.000 € im Jahr!).
 
Warum ich es nicht gerecht finde? Zum einen zahlt man, wenn
man mehr verdient, auch jetzt schon mehr Steuern – starke Schultern sollen mehr
tragen als Schwache. Warum also die Steuerlast noch weiter nach oben treiben?
Warum die bestrafen, deren Arbeit und Leistung soviel Wert ist, dass sie,
zugegeben, fürstlich entlohnt werden. Es wird jedoch schon gute Gründe geben,
jemandem 250.000 € Jahresgehalt zu zahlen, oder? Außerdem zahlen die so genannten
Reichen schon jetzt 42% Einkommenssteuer, reicht das nicht? Zweiundvierzigprozent!
Dass heißt, von jeder Stunde, die er jeden Tag malocht, arbeitet der „Reiche“
schon jetzt 25 Minuten für Vater Staat. Fast die Hälfte der Zeit.
 
Zum anderen wird einem (fast) jeden Tag vorgebetet, privat
vorzusorgen. Da ist es natürlich mal wieder eine total tolle Idee, den frei
verfügbaren Teil des Einkommens, immer weiter durch Steuern zu beschneiden. Wirklich,
eine Riesenidee!
 
Herzlichen Glückwunsch, liebe SPD, und danke für diesen
tollen Vorschlag. Danke!

3 Meinungen

  1. Armut ist keine Schande. Aber Reichtum leider auch nicht.

  2. Lieber Martin, tat das not? Zunächst zugeben, ich hab keine Ahnung!Ich verdiene nicht so viel, und ich zahle niemandem so viel für Arbeit.“Gerecht? Mag ja sein, dass der ein oder andere das so sieht. Ich find`s nicht gerecht (und ich verdiene wesentlich wesentlich wesentlich weniger als 250.000 € im Jahr!).“ Dann lamentierst Du, für Andere?“Warum ich es nicht gerecht finde? Zum einen zahlt man, wenn man mehr verdient, auch jetzt schon mehr Steuern“ja, das wäre nur bei einer Einheitssteuer anders zu regeln! – starke Schultern sollen mehr tragen als Schwache. Eben drum.Warum also die Steuerlast noch weiter nach oben treiben? Weil die Steuerlast für diese Einkommen seit Jahrzehnten seit zig Jahren stetig nach unten korregiert wurde, in der Hoffnung, dies rege die Wirtschaft an, verhindere Stellenabbau und das Totschlag Argument: es schaffe Arbeitsplätze.Weil die Progression (die Steilheit des Steuerlastanstieges) hier in den siebziger Jahren schon so lächerlich waren, dass Facharbeiter, die Überstunden zu leisten hatten, schon diesen Anstieg spürten.“Warum die bestrafen, deren Arbeit und Leistung soviel Wert ist, dass sie, zugegeben, fürstlich entlohnt werden. „Wer legt das denn fest?Regelt das „der Markt“Und warum versagen auch Topmanager immer mal wieder, oderübernehmen Aufgaben, die sie nicht bewältigen können?Wenn die soviel „wert“ sind…Es wird jedoch schon gute Gründe geben, jemandem 250.000 € Jahresgehalt zu zahlen, oder? Wenn der jenige es schafft, allein in dem Geschäftsjahr fast ne Milliarde an Gehältern und Sozialleistungen einzusparen, rechnet sich das meiner Meinung nach.Das heisst aber nicht, dass der Mann das alles behalten muss,denn das tut er in der Regel.Hätten wir ne Konsumpflicht, bräuchten wir keine Steuern!Aber natürlich haben entsprechende Kreise ihr „Haben“ schon seit Generationen „nit vom ussjewe“ sondern vom behalten.Außerdem zahlen die so genannten Reichen schon jetzt 42% Einkommenssteuer, reicht das nicht? Zweiundvierzigprozent! Nu krieg dich wieder ein!Wenn man daraus:Zu versteuerndes Einkommen 8.000 Euro, Steuersatz 15 % (=Grenzsteuersatz)Zu versteuerndes Einkommen 80.000 Euro, Steuersatz 42 % (=Grenzsteuersatz)dies: Zu versteuerndes Einkommen 8.000 Euro, Steuersatz 5 % (=Grenzsteuersatz)Zu versteuerndes Einkommen 1 500.000 Euro, Steuersatz 70 % (=Grenzsteuersatz)macht, die Progression schön streckt, Steuerlücken schliesst, Subventionen abbaut, steht sich Herr Ackermann vielleicht besser als vorher.“Dass heißt, von jeder Stunde, die er jeden Tag malocht, arbeitet der „Reiche“ schon jetzt 25 Minuten für Vater Staat. Fast die Hälfte der Zeit.“Und die ganzen Reichen, ich mein die ganz Reichen, ob die nun arbeiten oder nicht,werden angenehm und geachtet leben können, in einer Gemeinschaft, die sie wirklich nach ihren Kräften unterstützen. „Herzlichen Glückwunsch, liebe SPD, und danke für diesen tollen Vorschlag. Danke!“Vielen Dank lieber Martin,von wem wirst Du bezahlt?cu-uc

  3. Lieber ganneff, ja das tat es. Warum nicht seine Meinung sagen? Warum nicht sagen, was einen beschäftigt und was einem unter den Nägeln brennt? Zum inhaltlichen:“Weil die Steuerlast für diese Einkommen seit Jahrzehnten seit zig Jahren stetig nach unten korregiert wurde“ Erstens wurde nicht nur die Steuerlast für diese Einkommen gesenkt, sondern für alle Einkommen (kleinere, mittlere, große). Das große Einkommen davon überproportional profitieren liegt auf der Hand – siehe Progression. Aber: Was spricht denn gegen eine Senkung der Steuern? Warum soll der Staat (oder sonst wer) darüber entscheiden was mit meinem Geld geschieht? Warum überläßt man es nicht mir selbst? Klar, einige Gemeinschaftsaufgaben muss der Staat regeln (Sicherheit, Verteidigung etc.) und dafür braucht er auch Geld – deswegen Steuern. Aber bitte Steuern in einem Maße, die nicht 50% oder mehr des Einkommens ausmachen!Und die Gehälter regelt natürlich der Markt. Wer sonst? Andere Vorschläge?Schön ist auch zu sehen, wie es begründet wird, dass die Reichensteuer kommen soll. Da setzt die CDU etwas durch, und im Gegenzug muss sie der SPD ein Zugeständnis machen – mit sachorientierter Politik hat das in meinen Augen nicht mehr viel zu tun. Eher mit wie du mir, so ich dir.Zu guter letzt halte ich diese ganze Debatte für den Ausdruck eines unendlichen, sich nie erschöpfen wollenden Neidkomplexes – der hat mehr, das ist ungerecht, ich will auch mehr, der macht nichts für sein Geld usw. usw. Den gibt`s scheinbar nur bei uns – und das ist schade! Wenn jemand erfolgreich ist/viel Geld verdient, sollte man doch versuchen es ihm gleich zu tun und nicht ihm es zu neiden.

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