Die Marktanteile der Sender im Juli – Gewinner und Verlierer

Diesmal ist das etwas anders. Nach dem Ende der WM kämpfen ARD, ZDF, RTL, SAT.1, ProSieben und ihre kleineren Konkurrenten noch härter um die Zuschauergunst. Die einen, um ihre Position zu sichern, die anderen, um verlorenes Terrain wieder gutzumachen. Mit unterschiedlichem Erfolg.


Die Zahlen für Juli 2006: In der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen liegt RTL mit 14,6 Prozent Marktanteil vorn. Es folgen Sat.1 mit 11 Prozent, ProSieben mit 10,7 Prozent, dann kommen ZDF (9,9%) und ARD (8,8%). Insbesondere für ProSieben ist das Ergebnis eine Klatsche: Angepeilt sind 12 Prozent Marktanteil. Davon sind die Münchner noch ein gutes Stück entfernt. Grund: das nach wie vor schwache Vorabendprogramm des Senders („Lotta in Love“).


Beim Gesamtpublikum (alle Zuschauer ab 3 Jahren) sieht die Rechnung schon anders aus: Das ZDF führt klar mit 15,7 Prozent Markanteil vor dem Ersten mit 14,2 Prozent, erst dann folgt abgeschlagen RTL mit 12,1 Prozent. Sat.1 und ProSieben landen deutlich unter 10 Prozent.


Während bei den großen Sendern wenig Bewegung herrscht, spielen sich bei den Kanälen der zweiten Reihe dramatische Veränderungen ab. Klarer Sieger ist hier Vox. Trotz WM-Quotenrekorden bei ARD und ZDF schafte der Kölner Sender im Juli einen neuen Markanteilsrekord von 7,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Im gleichen Vorjahreszeitraum lag der Anteil noch bei 6,4 Prozent.


Verantwortllich für den Quotenerfolg: die Vox-Krimiserien. „CSI – Den Tätern auf der Spur“ bringt es auf knapp 19 Prozent in der begehrten Zielgruppe, die anderen Formate wie „CSI:NY“ und „Criminal Intent“ liegen nur wenig darunter. Ein klares Profil, eine überdurchschnittliche Programmqualtität – ein Rezept, das noch immer funktioniert.
 
Wo es Gewinner gibt, muss es auch Verlierer geben: Der heißt in diesem Quotenspiel kabel eins. Etwas kleinlaut verkündete der „Good Times“-Gemischtwarenladen aus dem ProSieben-Sat.1-Stall seine mageren 4,9 Prozent Marktanteil (zu besseren Zeiten lag der bei knapp 6 Prozent) mit „kabel eins konnte damit zum WM-Monat Juni wieder gute 0,6 Prozentpunkte aufbauen.“ Heißt: Nach der Katastrophenquote vom Juni bleibt der Sender im Tief. Der Abstand zum Mitbwerber RTL II (Markanteil von 6,2% im Juli) ist damit weiterhin beträchtlich.

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