Die Berliner „Werbeparasiten“

Am 8. März startet die Internationale TourismusBörse in Berlin. Der
Deutsche Tourismusverband hofft auf einen gesteigerten Tourismusstrom aufgrund
der Fußball-WM in Deutschland, daher sind alle Austragungsorte und teilnehmenden
Nationen auf der Messe vertreten. Auch der Bus der deutschen Nationalmannschaft
kann in Halle 6.2b am Stand 233 des Internationalen Bustouristikverbandes (RDA)
begutachtet werden. Otto Rehagel, Griechenlands Fußball-Nationaltrainer, soll
persönlich für Hellas als Partnerland der 40. ITB-Veranstaltung werben. Die
Weltmeisterschaft als Werbeträger wird somit voll ausgenutzt. Nur die Berliner
Tourismus-Marketinggesellschaft darf sich, laut einem Bericht der „Welt“, nicht
beteiligen.

Die Gastgeber von immerhin sechs WM-Begegnungen, darunter das Viertelfinale
und das Finale, dürfen das offizielle Logo der „FIFA WM 2006“ nicht verwenden.
Diesen „Werbeparasitismus“ kann die Fifa nicht dulden. Auch die optische
Gestaltung des Berliner Messestandes sorgte für Empörung: Geplant waren 32
Nationalflaggen, um jedes WM-Endrunden-Land zu vertreten. Die sensible Fifa
fühlte sich damit in ihren Rechten verletzt und nötigte die Berliner, drei
zusätzliche Flaggen von Nicht-WM-Teilnehmern anzubringen.

Der Ansicht des BTM-Anwaltes: „Das grenzt schon an Realsatire“, kann
man sich  nur anschließen. Schön wenn das Motto der
Weltmeisterschaft: „Zu Gast bei
Freunden“ so gut umgesetzt wird. Welche Berliner Laus der Fifa da wohl
über die
Leber gelaufen ist?

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