Der Preis: Film über DDR-Erinnerung und Jugendliebe

Alexander Beck ist Architekt. Er wohnt in Frankfurt am Main. Alexander hat einen Architekturpreis gewonnen für seinen Plan zur Umgestaltung einer Plattenbausiedlung in einer Kleinstadt in Thüringen. In dieser Plattenbausiedlung ist er aufgewachsen. Vor Ort kennt man ihn noch als Alex von der FDJ. DDR und Wende liegen über 20 Jahre zurück. Seitdem ist viel geschehen – aber vieles auch nicht. Alexander hat seitdem vermieden sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Besonders mit dem Jahr 1988. Der FDJ-Sekretär Alex war damals mit den rebellischen Geschwistern Michael und Nicole befreundet. Nicole war seine erste große Liebe. Die Freundschaft zu Michael zerbrach und eine Aussprache wurde durch dessen Selbstmord unmöglich. Jetzt ist Alex zurück. Er trifft Nicole. Gemeinsam versuchen sie sich ihrer Vergangenheit zu nähern und zu stellen.
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Der Preis ist ein intensives Filmerlebnis

Regisseurin Elke Hauck nimmt sich Zeit, um das Drehbuch von Peggy Lehmann mit viel Feingefühl und Mut zu Leerstellen lebensnah auf die Leinwand zu bringen. Die 1967 im sächsischen Riesa geborene Filmemacherin empfindet sich selbst, nach eigener Aussage, der Thematik des Protagonisten eng verbunden. Für ihren ersten Spielfilm „Karger“ aus dem Jahr 2007 wurde ihr im gleichen Jahr im Rahmen des Filmfestivals „Max Ophüls Preis“ der Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten verliehen. Die Hauptfigur des Alexander Beck wird durch die starke schauspielerische Leistung von Florian Panzner (Weiße Stille, Die Wölfe, Commissario Laurenti) mit großer Intensität lebendig. Die Dreharbeiten zu „Der Preis“ fanden in Gera und auf Rügen statt.

Der Preis: Konfrontation mit der DDR-Vergangenheit

„Der Preis“ beschäftigt sich mit der Generation der Wende, die 20 Jahre später bereit ist, sich mit ihren Wurzeln zu konfrontieren – auch wenn schmerzvolle Erinnerungen diesen Prozess begleiten. Es geht um Verantwortung im kleinen Kreis, im zwischenmenschlichen Bereich, um Schuldgefühle und verdrängte Gefühle. 2011 war „Der Preis“ auf der Berlinale in der Kategorie „Perspektive deutsches Kino“ zu sehen – jetzt startet er in den deutschen Kinos.

Zum Making Of gehts hier.

Der Preis
Regie: Elke Hauck
Drehbuch: Peggy Lehmann
Land: Deutschland 2011
Darsteller: Florian Panzner, Anne Kanis, Sven Gielnik, Vincent Krüger, Guntbert Warns
Genre: Drama
Kinostart: 22.03.2012.

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