Der House-Arzt

Der Dienstagabend gehört den
Halbgöttern in weiß. Zumindest auf ProSieben, wo in „Greys Anatomy“, „Emergency
Room“ und “Medical Investigation” nacheinander das Skalpell geschwungen wird.
Was die können, können wir auch, sagen sich die RTL-Programmplaner und starten
ihre eigene OP-Offensive. Die Strategie mag durchschaubar sein, und doch ist es
die richtige Entscheidung: Die Serie, die mit einem Emmy und einem Golden Globe
prämiert wurde, dürfte auch in Deutschland viele begeistern.
 

Ein ausgezeichneter Arzt

 
Großen Anteil am Erfolg von
„House, M.D.“, so der Originaltitel, hat Hauptdarsteller Hugh Laurie („Stuart
Little“), der sich als Dr. Gregory House um das Wohl seiner Patienten kümmert.
Obwohl die Patienten selbst mit ihren ewigen Zipperlein ihn eher langweilen. So
vertreibt House sich lieber die Zeit mit Computer spielen oder einem
Nickerchen, bis ein wirklich interessanter Fall eingeliefert wird. Den löst der
Experte für Infektionskrankheiten dann weniger mit dem Messer als mit seiner
unkonventionellen Denkweise und seinem untrüglichen Instinkt. Auch dank seines
Teams, doch das würde der Menschenfeind nie zugeben.
 

„Alle Patienten lügen“

 
Und wenn Dr. Cuddy (Lisa Edelstein), die
Leiterin des Krankenhauses, House dann doch einmal zum Kontakt mit Patienten
zwingt, erledigt er das auf seine eigene Weise. Und überbringt auch mal einer
Schwangeren die frohe Botschaft mit den Worten „Sie sind von einem Parasiten
befallen“. Dass ein TV-Arzt einigermaßen
brillant zu sein hat, das versteht sich von selbst. Aber wenn er gleichzeitig
so überheblich und zynisch ist, dann ist das wirklich sehr erfrischend.

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