<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Das witzigste Buch der Welt	</title>
	<atom:link href="https://germanblogs.de/das-witzigste-buch-der-welt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://germanblogs.de/das-witzigste-buch-der-welt/</link>
	<description>Das passiert in Deutschland, Europa und der Welt</description>
	<lastBuildDate>Wed, 07 Feb 2018 13:47:08 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.3</generator>
	<item>
		<title>
		Von: bonaventura		</title>
		<link>https://germanblogs.de/das-witzigste-buch-der-welt/#comment-22130</link>

		<dc:creator><![CDATA[bonaventura]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2006 15:18:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://germanblogs.de/das-witzigste-buch-der-welt#comment-22130</guid>

					<description><![CDATA[Deine Aufgeregtheit ist gänzlich unnötig, da ja auch ich betone, dass die Waltersche Übersetzung &quot;grandios und virtuos&quot; ist. Ich erlaube mir nur, die Meinung zu vertreten, dass sie für eine Erstlektüre eines deutschen Lesers nicht die beste Wahl ist. Nirgendwo steht, dass die Kassnersche Übersetzung besser oder richtiger oder der Walterschen insgesamt vorzuziehen wäre, sie ist eben bloß zu einem bestimmten Zweck geeigneter. Auch da kann man anderer Meinung sein, aber das Entweder-oder, das Du aus meinem Sowohl-als-auch machst, ist einfach sachlich unangemessen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deine Aufgeregtheit ist gänzlich unnötig, da ja auch ich betone, dass die Waltersche Übersetzung &#8222;grandios und virtuos&#8220; ist. Ich erlaube mir nur, die Meinung zu vertreten, dass sie für eine Erstlektüre eines deutschen Lesers nicht die beste Wahl ist. Nirgendwo steht, dass die Kassnersche Übersetzung besser oder richtiger oder der Walterschen insgesamt vorzuziehen wäre, sie ist eben bloß zu einem bestimmten Zweck geeigneter. Auch da kann man anderer Meinung sein, aber das Entweder-oder, das Du aus meinem Sowohl-als-auch machst, ist einfach sachlich unangemessen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: roy_black		</title>
		<link>https://germanblogs.de/das-witzigste-buch-der-welt/#comment-22131</link>

		<dc:creator><![CDATA[roy_black]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2006 15:04:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://germanblogs.de/das-witzigste-buch-der-welt#comment-22131</guid>

					<description><![CDATA[Also, ich muß doch sehr bitten: die biedere, hausbackene, wohlgebügelte und sprachlich folglich recht eindimensionale (sowie nicht zuletzt mit unzähligen Fehlern behaftete) Kassnersche Eindeutschung gegen die vielschichtige, furiose und fürwahr virtuose Waltersche - die vermutlich größte Übersetzerleistung der letzten wenigstens 35 Jahre - auszuspielen bzw. jene als die dieser vorzuziehende Fassung anzupreisen, das grenzt denn doch an Blasphemie. Was sich leicht ersehen läßt, wenn man die beiden Übersetzungen des Romananfangs vergleicht. Leider haben Sie die Waltersche Version kurzerhand unterschlagen, weshalb sie hier rasch nachgetragen sei:&quot;Ich wünschte, mein Vater oder meine Mutter, oder fürwahr alle beide, denn von Rechts wegen oblag die Pflicht ihnen beiden zu gleichen Teilen, hätten bedacht, was sie taten, als sie mich zeugten; hätten sie gebührend in Betracht gezogen, wie viel von dem abhing, was sie da gerade machten: - daß es dabei nicht nur um die Hervorbringung eines vernünftigen Wesens ging, sondern daß womöglich die glückliche Bildung und Beschaffenheit seines Körpers; vielleicht sein Genie wie auch just die Färbung seines Gemüts; - und gar, denn Gegenteiliges war ihnen nicht bekannt, die Wohlfahrt seines ganzen Hauses ihre Wendung nach den Säften und Dispositionen nehmen könnten, die gerade vorherrschten: - Hätten sie all dies gebührend in Erwägung und Betracht gezogen und wären demgemäß verfahren, - ich bin wahrhaftig überzeugt, ich würde in der Welt eine ganz andere Figur dargestellt haben, als die, in der mich der Leser wahrscheinlich erblicken wird.&quot;Kassner pfeift nicht nur komplett auf Sternes kurzatmige Interpunktion - die Tristrams unstete, sprunghafte Denkweise konkret und bildhaft sichtbar macht - und verfälscht damit von Beginn an den Charakter der Figur, er ist auch und vor allem eines, nämlich nicht witzig - und hat die sexuellen Anspielungen eben gerade NICHT verstanden: die “humours and dispositions which were then uppermost” als “die damals vorherrschenden Seelen- und Körperzustände” wiederzugeben ist zwar inhaltlich zumindest halbkorrekt, unterschlägt aber, dass in den beiden Wörtchen “dis-position” und “upper-most” auch ein Hinweis auf die Stellung der beiden steckt (sic), und da es hier um das alte Rein-Raus-Spielchen geht und “humour” nicht nur “Laune, Stimmung, Gemütszustand”, sondern auch “Körperflüssigkeit” bedeutet, ist Walter mit den “Säften” (in denen natürlich auch der “Lebenssaft” und damit im übertragenen Sinne dann eben doch wieder der Esprit, vulgo der Geist bzw. die Seele mitschwimmt) deutlich näher am Original, als Kassner es überhaupt vermag.Im übrigen besteht der Shandy selbstredend nicht nur aus schlüpfrigen Scherzen, und so folgt auch in Walters Übertragung keineswegs ein Herrenwitz dem anderen. Nein, sie ist deftig, wo sie es zu sein hat, kräftiger und eleganter als die Kassnersche wohl allemal, aber insbesondere und im wahrsten Wortsinn wesentlich dezenter, sprich feinfühliger, nicht was die sexuellen Konnotationen angeht, sondern im Umgang mit dem Original und seinen zahlreichen Sprach- und Bedeutungsebenen. Also: vergessen Sie den in jeder Hinsicht billigen Kassner und greifen Sie zur - zugegebenermaßen etwas teueren - Übersetzung Michael Walters. Geiz wäre in diesem Falle - um im Bild zu bleiben - völlig ungeil.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also, ich muß doch sehr bitten: die biedere, hausbackene, wohlgebügelte und sprachlich folglich recht eindimensionale (sowie nicht zuletzt mit unzähligen Fehlern behaftete) Kassnersche Eindeutschung gegen die vielschichtige, furiose und fürwahr virtuose Waltersche &#8211; die vermutlich größte Übersetzerleistung der letzten wenigstens 35 Jahre &#8211; auszuspielen bzw. jene als die dieser vorzuziehende Fassung anzupreisen, das grenzt denn doch an Blasphemie. Was sich leicht ersehen läßt, wenn man die beiden Übersetzungen des Romananfangs vergleicht. Leider haben Sie die Waltersche Version kurzerhand unterschlagen, weshalb sie hier rasch nachgetragen sei:&#8220;Ich wünschte, mein Vater oder meine Mutter, oder fürwahr alle beide, denn von Rechts wegen oblag die Pflicht ihnen beiden zu gleichen Teilen, hätten bedacht, was sie taten, als sie mich zeugten; hätten sie gebührend in Betracht gezogen, wie viel von dem abhing, was sie da gerade machten: &#8211; daß es dabei nicht nur um die Hervorbringung eines vernünftigen Wesens ging, sondern daß womöglich die glückliche Bildung und Beschaffenheit seines Körpers; vielleicht sein Genie wie auch just die Färbung seines Gemüts; &#8211; und gar, denn Gegenteiliges war ihnen nicht bekannt, die Wohlfahrt seines ganzen Hauses ihre Wendung nach den Säften und Dispositionen nehmen könnten, die gerade vorherrschten: &#8211; Hätten sie all dies gebührend in Erwägung und Betracht gezogen und wären demgemäß verfahren, &#8211; ich bin wahrhaftig überzeugt, ich würde in der Welt eine ganz andere Figur dargestellt haben, als die, in der mich der Leser wahrscheinlich erblicken wird.&#8220;Kassner pfeift nicht nur komplett auf Sternes kurzatmige Interpunktion &#8211; die Tristrams unstete, sprunghafte Denkweise konkret und bildhaft sichtbar macht &#8211; und verfälscht damit von Beginn an den Charakter der Figur, er ist auch und vor allem eines, nämlich nicht witzig &#8211; und hat die sexuellen Anspielungen eben gerade NICHT verstanden: die “humours and dispositions which were then uppermost” als “die damals vorherrschenden Seelen- und Körperzustände” wiederzugeben ist zwar inhaltlich zumindest halbkorrekt, unterschlägt aber, dass in den beiden Wörtchen “dis-position” und “upper-most” auch ein Hinweis auf die Stellung der beiden steckt (sic), und da es hier um das alte Rein-Raus-Spielchen geht und “humour” nicht nur “Laune, Stimmung, Gemütszustand”, sondern auch “Körperflüssigkeit” bedeutet, ist Walter mit den “Säften” (in denen natürlich auch der “Lebenssaft” und damit im übertragenen Sinne dann eben doch wieder der Esprit, vulgo der Geist bzw. die Seele mitschwimmt) deutlich näher am Original, als Kassner es überhaupt vermag.Im übrigen besteht der Shandy selbstredend nicht nur aus schlüpfrigen Scherzen, und so folgt auch in Walters Übertragung keineswegs ein Herrenwitz dem anderen. Nein, sie ist deftig, wo sie es zu sein hat, kräftiger und eleganter als die Kassnersche wohl allemal, aber insbesondere und im wahrsten Wortsinn wesentlich dezenter, sprich feinfühliger, nicht was die sexuellen Konnotationen angeht, sondern im Umgang mit dem Original und seinen zahlreichen Sprach- und Bedeutungsebenen. Also: vergessen Sie den in jeder Hinsicht billigen Kassner und greifen Sie zur &#8211; zugegebenermaßen etwas teueren &#8211; Übersetzung Michael Walters. Geiz wäre in diesem Falle &#8211; um im Bild zu bleiben &#8211; völlig ungeil.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
