Das Persönlichkeitsrecht bei Fotos: Was ist das Recht am eigenen Bild?

Gerade auf öffentlichen Veranstaltungen, wie Partys oder Konzerten kommt es häufig vor, dass man – wenn auch eher unbeabsichtigt – Bilder von fremden Menschen macht. Dann stellt man diese heutzutage auch gerne auf seinen Blog oder in die diversen sozialen Netzwerke, wie etwa Facebook oder Studivz, online und veröffentlicht die Fotos. Dass das eine Verletzung der Rechte Dritter ist, wissen nur wenige.

Persönlichkeitsrecht bei Fotos oder Videos wahren

Die neuesten Schnappschüsse oder Videos stellt man gerne im Internetblog, auf einer Website oder mit Online-Diensten wie beispielsweise flickr einem großen Publikum zur Verfügung. Jedoch sind sich die meisten Menschen nicht darüber bewusst, dass man diese Bilder oder Videos mit fremden Menschen nur mit dem Einverständnis der gezeigten Personen veröffentlichen darf.

Dieser Grundsatz gilt immer dann, wenn die abgebildete Person eindeutig zu erkennen ist und der Bildschwerpunkt auf dieser einen Person oder einer kleinen Personengruppe liegt. Da das Recht am eigenen Bild gesetzlich zugesichert ist, kann ein Verstoß gegen diese Regel zu empfindlichen Geldstrafen führen.

Ausnahmen des Gesetzes sind angemeldete Versammlungen oder Sportveranstaltungen

Aber es gibt auch Ausnahmen beim Persönlichkeitsrecht bei Fotos. Erscheinen fremde Personen nur als Beiwerk im Hintergrund, wie dies etwa bei der Großaufnahme eines Marktplatzes der Fall sein könnte, ist eine Veröffentlichung auch ohne eine Erlaubnis rechtmäßig. Bei angemeldeten Versammlungen oder Sportveranstaltungen ist es sogar so, dass alle Personen auch im Bildvordergrund erkennbar sein dürfen, ohne dass man das Persönlichkeitsrecht bei Fotos missachtet. Einzige Bedingung ist dann lediglich, dass die Abbildung die Menge darstellen soll und nicht nur einzelne Menschen.

Darüber hinaus ist es ebenso erlaubt, dass Sie Werke mit Personen der Zeitgeschichte, wie etwa Film– und Sportstars oder Politiker, ungefragt veröffentlichen. Dies gilt allerdings nur bei öffentlichen Auftritten, die in Zusammenhang mit dem jeweiligen Status der Personen stehen. So ist es beispielsweise nicht erlaubt, einen Prominenten in einer peinlichen, privaten Situation abzulichten und das auch noch zu veröffentlichen.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie sich also stets das Recht zur Veröffentlichung eines Fotos oder Videos schriftlich bestätigen lassen. Zur Unkenntlichmachung eines Fotos reicht es nämlich nicht aus, einen schwarzen Balken vor die Augen zu machen, da eine Person erst als unkenntlich gilt, wenn auch ihr nahestehende Personen sie nicht mehr erkennen können.

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