Das Jahr 2068: Fixstern am Zukunftshimmel

Mehrere hundert Schauspieler, Tänzer, Extremsportler, Piloten und Techniker setzten auf dem Rettenbacher Gletscher in Tirol die Zukunft in Szene. Die Handlung spielt auf dem Mars, die Themen entstammen allerdings antiken griechischen Tragödien: Kassandra tritt auf, Helena, Laos, Paris – gut zu wissen, dass auch die genialste Zukunfts-Technologie die uralten menschlichen Themen von Liebe, Haß und Eifersucht nicht überwindet. Trotzdem ist vieles anders: 2068 – so die These Lepkas – gibt es kein kapitalistisches Finanzsystem mehr. Alles geht nur noch um Aufmerksamkeit, um Präsenz in den Medien. Life werden die spannendsten Szenen, die gerade geschehen, weltweit übertragen. Da schweben interstellare Raumtransporter an Seilbahnen, da flimmern an bewegten Großbildschirmen Nachrichten von der Erde, und besonders charmant: da gibt es auch Retro-Future-Elemente wie eine Dampfeisenbahn, die extra auf dem Gletscher samt Schienen aufgebaut wurde. Oder den russischen Raketentransport-LKW, der von einem riesigen Kran in die Luft gehoben wird.

Alles in allem ein Triumph der Fantasie, ein surreales Grossraumtheater, das die Grenzen des Möglichen auslotet, und das Hubert Lepka mit bewundernswerter Schöpferkraft in die Wirklichkeit setzt. Ich jedenfalls finde als – leicht frierender – Zeuge vor Ort: Das ist ein mutiges Statement, wie Zukunft sein wird. Ein couragierter Blick über den Tellerrand. Eine Inspiration und Aufforderung, mit eigenen starken Zukunftsbildern es selbst in die Hand zu nehmen, wie das Morgen aussehen wird. www.torren.at

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.