Das Haus am See

Von vorne: Dr. Kate Foster (Sandra Bullock) zieht im Jahr 2006 von ihrem geliebten Haus am See in die Stadt Chicago. Kurz darauf zieht der Architekt Alex Whyler (Keanu Reeves) ein. Er findet im Briefkasten eine Nachricht seiner Vormieterin, in dem sie um die Nachsendung ihrer Post bittet und ihn darauf hinweist, dass die Pfotenabdrücke vor dem Eingang schon vor ihrer Zeit als Bewohnerin des Hauses da waren. Alex findet keine Spuren und ignoriert den Brief vorerst. Bis er eines Tages die Veranda streicht und ein Hund (Kates damals wohl noch heimatloser Hund Jack) durch die Farbe über das Holz tapst. Schnell finden die beiden heraus, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten leben.
Und nu? Mein Gehirn war so mit dem Sinnieren über die eventuelle Existenz verschiedener Zeitzonen beschäftigt, dass ich ddarüber fast die Romantik der Geschichte nicht mitgekriegt hätte. Immerhin lautet der Untertitel: Kann die Liebe Raum und Zeit überwinden? Irgendwie finden sich die Filmcharaktere weitaus schneller mit dieser Kuriosität ab als ich. Und so sitze ich hier nach der Preview immernoch in Denker-Haltung. Wie kann er jemals das Jahr 2006 erreichen, ohne dass sie sich schon 2008 vergnügt? Hätte ich den Roman von David Auburn vielleicht besser vorher lesen sollen? Ich hab’s immernoch nicht verstanden. Aber gerade weil man sich die ganze Zeit fragt, wie die beiden Hauptfiguren sich jemals in der gleichen Zeitzone erwischen können, bleibt die Spannung bis zum Ende (das ich an dieser Stelle selbstverständlich nicht ausplaudern werde) erhalten. Auch Sandra Bullock und Keanu Reeves überzeugen wieder in ihren Rollen (auch wenn Keanu in Action besser ist als weichgespült; man kennt das von Harrison Ford ;-)).
Der Film läuft ab dem 6. Juli im Kino und trotz des Grübelns würde ich ihn empfehlen. Natürlich auch, weil ich dann ein paar Kommentare mit Erklärungen zu dem Zeitzonen-Gedöns erwarte!

PS: Und wieso ist der Hund im Jahr 2006 bei Kate, wenn er doch 2004 Alex zuläuft …?

Eine Meinung

  1. Oje, was für eine Schmonzette! Nach mehreren gemütichen Kritiken hatten wir uns den Film für einen romantischen Kinoabend auzfgehoben – bei „Zeitreise-Filmen“ auf eine feinere Logik zu bestehen ist meiner Meinung nach sowieso Zeitverschwendung (da tummeln sich immer erstaunlich wenig Retter des Weltfriedens oder Lottomillionäre ) aber ein wenig MEHR schauspielerisches Können hätte man den beiden Hollywood-Millionären doch schon abverlangen können – Keanu sollte tatsächlich nur noch Action oder Sci-Fi machen und von einigermaßen psychologisierenden Rollen 3000 Meilen Abstand nehmen! Der überflüssige Vater-Sohn-Konflikt, einige Dialoge UNTER Marienhof-Niveau (man möchte vor Scham unter den Kinositz krabbeln) und dazu noch ein völlig miserables Happy-End! Ein paar schöne Chikago-Bilder für Architektur-Fans, zwei drei nette Stückchen im Soundtrack (Nick Drake, Eels, Paul McCartney…)

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