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	Kommentare zu: Bachmann-Preis 2007: Teil IV	</title>
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	<description>Das passiert in Deutschland, Europa und der Welt</description>
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		<title>
		Von: Scream Queen		</title>
		<link>https://germanblogs.de/bachmann-preis-2007-teil-iv/#comment-22993</link>

		<dc:creator><![CDATA[Scream Queen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 16:05:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich schon wieder. Zu Fr. Oda: Corinos Einwand zur Literatur von Nicht-Muttersprachlern war ganz richtig. Der grausig langweilige und furchtbar verschwiemelte Text wimmelte von Stilblüten und Formulierungen, die nahelegen, daß die Dame erst auf Tschechisch denkt, was sie hernach auf Deutsch zu formulieren versucht. Oder was sollen Sätze wie &quot;Ich finde meine Garstigkeit besonders erfinderisch&quot; oder &quot;Überströmende Lügen dienen mir als Heilmittel&quot; bedeuten? Der schwer akzentbeladene Vortrag machte die Sache nicht besser.Oesterle war 1. arg brav, um nicht zu sagen schwäbisch-bräsig und 2. wiederum ganz und gar nicht frei von sprachlichen Mängeln und Fehlern. So heißt es z. B. gleich zu Anfang: &quot;Er (mußte) hoffnungslos ohne Geschwister bleiben&quot; (hä?), und: &quot;Geschwisterlos bedeutete noch weniger als allein, geschwisterlos bedeutete unvollständig.&quot; Natürlich muß es &quot;mehr&quot; und nicht &quot;weniger&quot; heißen. Fällt so was denn keinem auf? Und die Bilder, die der Rakusa so gut gefielen (&quot;wie er den dreieckigen hellblonden Haarkeil mit der Hand über die vordere Schädelwölbung herniederzog und darunter ein Gärtchen mit Runzeln anlegte; wie er die Lippen, wenn sie einmal nicht aufgeworfen waren, in seinen Mund hineinsaugte, bis sie weiß waren vor Blutleere&quot;), sind entweder schief (ist ein Keil nicht prinzipiell dreieckig? Kann etwas &quot;weiß von Blutleere&quot; sein?) oder stehen - wie das Runzelgärtchen - völlig isoliert da. Von preziösem Quark wie &quot;herniederziehen&quot; oder &quot;die vordere Schädelwölbung&quot; (statt der prisaischeren Stirn) nicht zu reden. Beim Lesen wären mit vermutlich nach drei Seiten die Augen zugefallen.Bei Licht hingegen (dessen erste Platte ich durchaus schätze, auch wenn einem diese ausgestellte Naivität doch recht bald auf die Nerven geht) wäre ich schon nach den ersten zwei Absätzen ausgestiegen. Das &quot;Programm&quot; des Textes - wie die Juroren wohl sagen würden - ist ziemlich schnell klar, aber sprachlich ist das so behindert - ein gräuslicher Bilder- und Metaphernsalat, falsche Sätze, Bezüge, Anschlüsse, Präpositionen etc. en masse -, daß der Mann ganz gut daran tut, sein Gesicht nicht in die Kamera zu halten. Mit &quot;Jazz&quot; hat das in etwa soviel zu tun wie Marianne Rosenberg (nichts gegen Marianne Rosenberg, aber sehr viel gegen dümmliche Musikmetaphern zur Beschreibung literarischer Texte). Furcht-bar! Aber damit im Prinzip ja voll auf Klagenfurter Linie. Es kann mithin eigentlich nur besser werden. (Yeah, right. ;))]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schon wieder. Zu Fr. Oda: Corinos Einwand zur Literatur von Nicht-Muttersprachlern war ganz richtig. Der grausig langweilige und furchtbar verschwiemelte Text wimmelte von Stilblüten und Formulierungen, die nahelegen, daß die Dame erst auf Tschechisch denkt, was sie hernach auf Deutsch zu formulieren versucht. Oder was sollen Sätze wie &#8222;Ich finde meine Garstigkeit besonders erfinderisch&#8220; oder &#8222;Überströmende Lügen dienen mir als Heilmittel&#8220; bedeuten? Der schwer akzentbeladene Vortrag machte die Sache nicht besser.Oesterle war 1. arg brav, um nicht zu sagen schwäbisch-bräsig und 2. wiederum ganz und gar nicht frei von sprachlichen Mängeln und Fehlern. So heißt es z. B. gleich zu Anfang: &#8222;Er (mußte) hoffnungslos ohne Geschwister bleiben&#8220; (hä?), und: &#8222;Geschwisterlos bedeutete noch weniger als allein, geschwisterlos bedeutete unvollständig.&#8220; Natürlich muß es &#8222;mehr&#8220; und nicht &#8222;weniger&#8220; heißen. Fällt so was denn keinem auf? Und die Bilder, die der Rakusa so gut gefielen (&#8222;wie er den dreieckigen hellblonden Haarkeil mit der Hand über die vordere Schädelwölbung herniederzog und darunter ein Gärtchen mit Runzeln anlegte; wie er die Lippen, wenn sie einmal nicht aufgeworfen waren, in seinen Mund hineinsaugte, bis sie weiß waren vor Blutleere&#8220;), sind entweder schief (ist ein Keil nicht prinzipiell dreieckig? Kann etwas &#8222;weiß von Blutleere&#8220; sein?) oder stehen &#8211; wie das Runzelgärtchen &#8211; völlig isoliert da. Von preziösem Quark wie &#8222;herniederziehen&#8220; oder &#8222;die vordere Schädelwölbung&#8220; (statt der prisaischeren Stirn) nicht zu reden. Beim Lesen wären mit vermutlich nach drei Seiten die Augen zugefallen.Bei Licht hingegen (dessen erste Platte ich durchaus schätze, auch wenn einem diese ausgestellte Naivität doch recht bald auf die Nerven geht) wäre ich schon nach den ersten zwei Absätzen ausgestiegen. Das &#8222;Programm&#8220; des Textes &#8211; wie die Juroren wohl sagen würden &#8211; ist ziemlich schnell klar, aber sprachlich ist das so behindert &#8211; ein gräuslicher Bilder- und Metaphernsalat, falsche Sätze, Bezüge, Anschlüsse, Präpositionen etc. en masse -, daß der Mann ganz gut daran tut, sein Gesicht nicht in die Kamera zu halten. Mit &#8222;Jazz&#8220; hat das in etwa soviel zu tun wie Marianne Rosenberg (nichts gegen Marianne Rosenberg, aber sehr viel gegen dümmliche Musikmetaphern zur Beschreibung literarischer Texte). Furcht-bar! Aber damit im Prinzip ja voll auf Klagenfurter Linie. Es kann mithin eigentlich nur besser werden. (Yeah, right. ;))</p>
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		Von: Marc &#124; Wissenswerkstatt		</title>
		<link>https://germanblogs.de/bachmann-preis-2007-teil-iv/#comment-22992</link>

		<dc:creator><![CDATA[Marc &#124; Wissenswerkstatt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 15:34:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Oh, leider entdecke ich die ebenfalls bloggende Kollegin erst jetzt; dabei decken sich so manche Beobachtungen. Milena Oda fand ich bspw. auch sehr sympathisch. Umso mehr habe ich bedauert, daß ihr Text nach verheißungsvollem Beginn immer eintöniger wurde und sich totlief. Bei Licht muß ich gestehen, daß ich die Texte mag. Wenngleich lieber vorgelesen, als selbst sie zu lesen. Ein wenig war ich verwundert, daß keine ernsthafte Kritik laut wurde. Waren Corino und Co. schon zu müde?Meine Einschätzungen finden sich übrigens &lt;a href=&quot;http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, leider entdecke ich die ebenfalls bloggende Kollegin erst jetzt; dabei decken sich so manche Beobachtungen. Milena Oda fand ich bspw. auch sehr sympathisch. Umso mehr habe ich bedauert, daß ihr Text nach verheißungsvollem Beginn immer eintöniger wurde und sich totlief. Bei Licht muß ich gestehen, daß ich die Texte mag. Wenngleich lieber vorgelesen, als selbst sie zu lesen. Ein wenig war ich verwundert, daß keine ernsthafte Kritik laut wurde. Waren Corino und Co. schon zu müde?Meine Einschätzungen finden sich übrigens <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/" rel="nofollow">hier</a></p>
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