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	Kommentare zu: Authentizität?	</title>
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	<description>Das passiert in Deutschland, Europa und der Welt</description>
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		<title>
		Von: Klaus Jarchow		</title>
		<link>https://germanblogs.de/authentizitaet/#comment-22339</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Jarchow]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 13:08:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ach, diese PR-Typen! Die klauen anderer Leute Wörter und Begrifflichkeit und fühlen sich dann Wunder wie hip und &#039;authentisch&#039;, dabei kneift&#039;s an den Hüften und es zwickt im Schritt. In der Blogosphäre sind die so etwas wie die Mücken in der Natur, unvermeidlich halt, aber irrelevant ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, diese PR-Typen! Die klauen anderer Leute Wörter und Begrifflichkeit und fühlen sich dann Wunder wie hip und &#8218;authentisch&#8216;, dabei kneift&#8217;s an den Hüften und es zwickt im Schritt. In der Blogosphäre sind die so etwas wie die Mücken in der Natur, unvermeidlich halt, aber irrelevant &#8230;</p>
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		<title>
		Von: fellow passenger		</title>
		<link>https://germanblogs.de/authentizitaet/#comment-22336</link>

		<dc:creator><![CDATA[fellow passenger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 03:54:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Daß die Gedanken sich nicht wie von Geisterhand in einen Text verwandeln der deswegen aus sich selbst heraus &quot;echt&quot; wirkt, ist klar wie Kloßbrühe, bester Herr Jarchow. Wenn aus PR-Typen das Wort &quot;Authentizität&quot; herausblubbert, meinen sie doch eigentlich Glaubwürdigkeit. Das Wort &quot;Glaubwürdig&quot; ist diesen bekoksten Yuppies vermutlich nicht abgehoben genug.Die Glaubwürdigkeit von Blogs hat bestimmt auch mit dem Schreibstil zu tun. Vor allem kommt sie doch aber daher, daß den Bloggern kein Arbeitgeber vorschreibt, was sie meinen sollen. Genau deshalb können Unternehmen sich mit Blogs ihrer PR-Abteilungen auch nur blamieren.Wenn ich denke (hier und auch in meinem ersten Kommentar synonym mit &quot;meine&quot; oder &quot;finde&quot;), eine bestimmte Person sei eine Pissnelke, kann ich genau das in mein Blog schreiben. Das meine ich mit schreiben was man denkt.Damit die vielleicht mitlesenden PR-oleten was zum Abschreiben haben: Die Authentizität der Community ist ein Synergieeffekt der fehlenden  kommunikationsmarkttypischen Interdependenz zwischen Corporate Identity und Kommunikator.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Daß die Gedanken sich nicht wie von Geisterhand in einen Text verwandeln der deswegen aus sich selbst heraus &#8222;echt&#8220; wirkt, ist klar wie Kloßbrühe, bester Herr Jarchow. Wenn aus PR-Typen das Wort &#8222;Authentizität&#8220; herausblubbert, meinen sie doch eigentlich Glaubwürdigkeit. Das Wort &#8222;Glaubwürdig&#8220; ist diesen bekoksten Yuppies vermutlich nicht abgehoben genug.Die Glaubwürdigkeit von Blogs hat bestimmt auch mit dem Schreibstil zu tun. Vor allem kommt sie doch aber daher, daß den Bloggern kein Arbeitgeber vorschreibt, was sie meinen sollen. Genau deshalb können Unternehmen sich mit Blogs ihrer PR-Abteilungen auch nur blamieren.Wenn ich denke (hier und auch in meinem ersten Kommentar synonym mit &#8222;meine&#8220; oder &#8222;finde&#8220;), eine bestimmte Person sei eine Pissnelke, kann ich genau das in mein Blog schreiben. Das meine ich mit schreiben was man denkt.Damit die vielleicht mitlesenden PR-oleten was zum Abschreiben haben: Die Authentizität der Community ist ein Synergieeffekt der fehlenden  kommunikationsmarkttypischen Interdependenz zwischen Corporate Identity und Kommunikator.</p>
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		<title>
		Von: Klaus Jarchow		</title>
		<link>https://germanblogs.de/authentizitaet/#comment-22340</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Jarchow]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 02:41:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu schreiben, was man denkt, das geht in meinen Augen gar nicht. Schließlich denken wir nicht in Worten, sondern in einer Art &#039;mentalesisch&#039;, wenn wir den Gehirnforschern glauben dürfen. Irgendeine Übersetzung findet zwischen Denken und Schreiben immer statt, die angehimmelte Unmittelbarkeit ist eine Chimäre. Da &#039;fließt&#039; also nichts auf Papier, Schreiben ist Arbeit. Keine Muse flüstert&#039;s uns ins Ohr. Und die besten Erzähler sind die kalkuliertesten. Und simpel klingen gute Texte, weil wir das Weggelassene nicht mehr bemerken. Selbst beim Gebrabbel eines &#039;Ditsche&#039; ist es ein langer Weg vom Kopf bis zur Äußerung. &#039;Unredigiert&#039; schreiben, den ersten Entwurf nehmen, das ginge halbwegs - was das aber bitte mit &#039;authentisch&#039; zu tun haben soll? Das wäre doch nur Pfusch - sonst nichts. Diese Teenie-Schreiberinnen dort, das sind einfach schlechte Erzählerinnen mit einem Zehner-Wortschatz, die verständigen sich wie die Schafe übers &#039;Mäh&#039; - das ist alles. Einen Gedanken aber so aufzuschreiben, dass er sich mitteilt, das ist viel Handwerk. Dass wir dabei schriftstellerisch den Eindruck von &#039;Unmittelbarkeit&#039; erzeugen können, das ist wiederum etwas anderes: So etwas erfordert besonders viel stilistisches Wissen. Gerade ein einfacher Satz, der dem Leser &#039;zu Herzen&#039; geht, der Widerhall findet, der schreibt sich nicht mal eben so. Kurzum: Zu schreiben, wie wir denken, das ist nicht &#039;Authentizität&#039;  - furchtbarer Modebegriff übrigens - sondern eher so etwas wie &#039;Autonomie&#039;, die uns in unserem Blog das selbstherrlich und ohne bremsende Verlegerfigur zu tun gestattet, was WIR wollen. Wir haben einen Verlag, wir können uns selbst verlegen, das heißt aber noch nicht, dass Verlegen ganz einfach sei. Das Interesse für unsere autonomen Gedankenwelten entsteht wiederum, weil wir mit viel schreiberischem Handwerk dafür die richtige Form schaffen, die dann auch gern einen spontanen Eindruck machen darf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu schreiben, was man denkt, das geht in meinen Augen gar nicht. Schließlich denken wir nicht in Worten, sondern in einer Art &#8218;mentalesisch&#8216;, wenn wir den Gehirnforschern glauben dürfen. Irgendeine Übersetzung findet zwischen Denken und Schreiben immer statt, die angehimmelte Unmittelbarkeit ist eine Chimäre. Da &#8218;fließt&#8216; also nichts auf Papier, Schreiben ist Arbeit. Keine Muse flüstert&#8217;s uns ins Ohr. Und die besten Erzähler sind die kalkuliertesten. Und simpel klingen gute Texte, weil wir das Weggelassene nicht mehr bemerken. Selbst beim Gebrabbel eines &#8218;Ditsche&#8216; ist es ein langer Weg vom Kopf bis zur Äußerung. &#8218;Unredigiert&#8216; schreiben, den ersten Entwurf nehmen, das ginge halbwegs &#8211; was das aber bitte mit &#8218;authentisch&#8216; zu tun haben soll? Das wäre doch nur Pfusch &#8211; sonst nichts. Diese Teenie-Schreiberinnen dort, das sind einfach schlechte Erzählerinnen mit einem Zehner-Wortschatz, die verständigen sich wie die Schafe übers &#8218;Mäh&#8216; &#8211; das ist alles. Einen Gedanken aber so aufzuschreiben, dass er sich mitteilt, das ist viel Handwerk. Dass wir dabei schriftstellerisch den Eindruck von &#8218;Unmittelbarkeit&#8216; erzeugen können, das ist wiederum etwas anderes: So etwas erfordert besonders viel stilistisches Wissen. Gerade ein einfacher Satz, der dem Leser &#8218;zu Herzen&#8216; geht, der Widerhall findet, der schreibt sich nicht mal eben so. Kurzum: Zu schreiben, wie wir denken, das ist nicht &#8218;Authentizität&#8216;  &#8211; furchtbarer Modebegriff übrigens &#8211; sondern eher so etwas wie &#8218;Autonomie&#8216;, die uns in unserem Blog das selbstherrlich und ohne bremsende Verlegerfigur zu tun gestattet, was WIR wollen. Wir haben einen Verlag, wir können uns selbst verlegen, das heißt aber noch nicht, dass Verlegen ganz einfach sei. Das Interesse für unsere autonomen Gedankenwelten entsteht wiederum, weil wir mit viel schreiberischem Handwerk dafür die richtige Form schaffen, die dann auch gern einen spontanen Eindruck machen darf &#8230;</p>
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		<title>
		Von: fellow passenger		</title>
		<link>https://germanblogs.de/authentizitaet/#comment-22337</link>

		<dc:creator><![CDATA[fellow passenger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 02:02:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe &quot;authentisch&quot; in Bezug auf Weblogs so verstanden, daß die Schreiber das schreiben, was sie denken. Kann damit tatsächlich der holperige Duktus eines Teenie-Blogs gemeint sein?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe &#8222;authentisch&#8220; in Bezug auf Weblogs so verstanden, daß die Schreiber das schreiben, was sie denken. Kann damit tatsächlich der holperige Duktus eines Teenie-Blogs gemeint sein?</p>
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		<title>
		Von: Klaus Jarchow		</title>
		<link>https://germanblogs.de/authentizitaet/#comment-22338</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Jarchow]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2006 15:08:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sorry für den Link, der nicht mehr «funzt», diese Teeny-Brabbel-Seiten scheinen ihre Permalinks rasch ins Nirwana zu schicken. Vermutlich deshalb, weil sie den Wert ihrer Kommunikationssammler richtig einschätzen. Beim Blog des Just-4-Fun Magazins, woher der Link stammt, aber auch bei myspace und ähnlichem finden sich genug weitere Fan-Seiten, wo pubertierende Mädchen über Tokyo Hotel und ähnliche Themen ebenso ekstatisch wie «authentisch» daherstammeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry für den Link, der nicht mehr «funzt», diese Teeny-Brabbel-Seiten scheinen ihre Permalinks rasch ins Nirwana zu schicken. Vermutlich deshalb, weil sie den Wert ihrer Kommunikationssammler richtig einschätzen. Beim Blog des Just-4-Fun Magazins, woher der Link stammt, aber auch bei myspace und ähnlichem finden sich genug weitere Fan-Seiten, wo pubertierende Mädchen über Tokyo Hotel und ähnliche Themen ebenso ekstatisch wie «authentisch» daherstammeln.</p>
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