Attenberg: Film-Trailer und Infos zum Drama aus Griechenland

Zum Sterben kehrt der visionäre Architekt Spyros (Vangelis Mourikis) zu den Überresten einer ehemals großen Industriestadt am Meer zurück. Nur noch wenige Menschen bewohnen die Stadt – jene, die den Mut noch nicht aufbringen konnten ihre Heimat zu verlassen. Spyros Tochter, die 23-jährige Jungfrau Marina (Ariane Labed) begleitet ihren Vater auf seiner letzten Reise. Während Spyros Griechenlands wirtschaftlichen Abgrund bedauert und über die aktuelle Entwicklung verzweifelt, befasst sich Marina bevorzugt mit den Tierfilmen der BBC. Menschliches Treiben betrachtet sie mit Skepsis und versucht sich über Attenboroughs Tierdarstellungen ein Bild der menschlichen Sexualität zu machen.

So übt Marina mit ihrer einzigen Freundin Bella (Evangelia Randon) fast abstoßende Zungenküsse und entdeckt über die spezielle Beziehung der beiden ihre eigene Sexualität. Als ein reisender Ingenieur (Giorgos Lanthimos) in der Stadt erscheint und Marina zu einem Tisch-Fußball-Match herausfordert schlägt diese persönliche Studie ganz neue Wege ein.

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Attenberg – Unbehaglich wie die Griechenland Krise

Auch wenn „Attenberg“ keinen direkten Bezug auf die Finanzkrise Griechenlands nimmt, so spiegelt die Stimmung des Films sehr wohl das derzeitige nationale Unbehagen wider. Regisseurin Athina Rachel Tsangari versteht das Medium Film als eine bunte Mischung aus Kunst, Architektur und, im Fall von „Attenberg“, als eine Kombination der Musik des Suicide Sängers Alan Vega und Monty Pythons „Ministry of Silly Walks“. Eben dieser Mix macht den Vorreiter griechischer Filmkunst manchmal sehr mühsam, beschwingt den Film an anderer Stelle durch die Unterbrechungen und bringt die Handlung oft weiter als die Dialoge.

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Prämierter Film aus Griechenland

Bereits 2010 feierte der zweite Film der griechischen Regisseurin Athina Rachel Tsangari seine Premiere beim internationalen Filmfestival in Venedig. Benannt nach der fehlerhaften Aussprache Marinas des britischen Tierfilmers Attenborough, gewann eben diese Darstellung der Hauptfigur den Preis für die beste Hauptdarstellerin. Mit Verzögerung kommt „Attenberg“ nun auch in die deutschen Kinos.

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Attenberg
(OT: Attenberg)

Regie: Athina Rachel Tsangari
Drehbuch: Athina Rachel Tsangari
Land: Griechenland 2010
Darsteller: Ariane Labed, Giorgos Lanthimos, Vangelis Mourikis
Genre: Drama

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Kinostart: 10.05.2012

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