Arabisch lesen

Mermier beschreibt arabische Verlage als oft notorisch unterfinanzierte familiäre Hinterzimmerunternehmen mit einem Maximalausstoß von zwei, drei Veröffentlichungen im Jahr. Als Hauptgrund für die Malaise, schreibt Tresilian, nennt der Autor des gut recherchierten, informativen Bandes mangelnde Kaufkraft. Eine wenig entwickelte Leserschaft, Zensur sowie fehlende Copyright-Gesetze tragen das Ihre bei. Optimistisch stimmen jene durch die Deregulierung in der Industrie ermöglichten Verlagsneugründungen und mit neuen Technologien (Internet!) arbeitende Kleinverlage vor allem im Libanon. Beirut, so berichtet Tresilian, behauptet seine Vormachtstellung gegenüber Kairo seit den 50er Jahren nicht zuletzt seiner Liberalität wegen. Der Band, erfahren wir, untersucht die Situation im vom französischen Buchmarkt abhängenden Maghreb, im Irak, in Syrien und im auch auf diesem Sektor prosperierenden Saudi Arabien und gibt nützliche Kontaktinformationen zu Verlagen.

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