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	Kommentare zu: Ade, Generation Praktikum. Abschied von einer Illusion.	</title>
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	<description>Das passiert in Deutschland, Europa und der Welt</description>
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		<title>
		Von: andi maschine		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[andi maschine]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 18:57:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[ich hab schon viel schwachsinn gehört, aber hier geh ich an die decke. martin hat scheinbar keinen noch so geringen dunst, wie es vor allem in den ostdeutschen metropolen aussieht und richtige ausführliche statistiken gibst sicher nur noch nicht, weil sich entweder keiner traut die wahrheit zu erfahren oder weil ausgerechnet in dieser aufgabe (ausnahmen bestetigen die regel) noch kein praktikant beschäftigen muss. ich kenne hier in leipzig eigentlich überhaupt keinen einigermassen intellektuellen menschen in meinem alter bzw zwischen 22 und 29, der einen einigermassen gut bezahlten job hat. die meisten haben bereits seit mehreren jahren ein schlechtbezahltes &quot;volontariat&quot; und ein unbezahltes praktikum nach dem anderen gemacht, wissen überhaupt nicht, von was sie irgendwann mal ne familie ernähren sollen und was arbeit überhaupt noch für einen sinn hat, und du type laberst hier was von illusion?man man, ich möchte wissen aus was für ner gegend du kommst, die klingt für mich wie ein paradies in dem arbeiten, lernen und kulturvoll leben wieder sinn macht.man so wie jetzt grade hab ich mich noch nie im internet aufgeregt und ich muss mich ganz schön beherrschen nicht dinge zu schreiben für die du mich vorn greicht zerrst. das was du hier von dir gibst ist die illusion, und zwar eine ganz fatale und schönfärbende!andi.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich hab schon viel schwachsinn gehört, aber hier geh ich an die decke. martin hat scheinbar keinen noch so geringen dunst, wie es vor allem in den ostdeutschen metropolen aussieht und richtige ausführliche statistiken gibst sicher nur noch nicht, weil sich entweder keiner traut die wahrheit zu erfahren oder weil ausgerechnet in dieser aufgabe (ausnahmen bestetigen die regel) noch kein praktikant beschäftigen muss. ich kenne hier in leipzig eigentlich überhaupt keinen einigermassen intellektuellen menschen in meinem alter bzw zwischen 22 und 29, der einen einigermassen gut bezahlten job hat. die meisten haben bereits seit mehreren jahren ein schlechtbezahltes &#8222;volontariat&#8220; und ein unbezahltes praktikum nach dem anderen gemacht, wissen überhaupt nicht, von was sie irgendwann mal ne familie ernähren sollen und was arbeit überhaupt noch für einen sinn hat, und du type laberst hier was von illusion?man man, ich möchte wissen aus was für ner gegend du kommst, die klingt für mich wie ein paradies in dem arbeiten, lernen und kulturvoll leben wieder sinn macht.man so wie jetzt grade hab ich mich noch nie im internet aufgeregt und ich muss mich ganz schön beherrschen nicht dinge zu schreiben für die du mich vorn greicht zerrst. das was du hier von dir gibst ist die illusion, und zwar eine ganz fatale und schönfärbende!andi.</p>
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		<title>
		Von: SoNicht		</title>
		<link>https://germanblogs.de/ade-generation-praktikum-abschied-von-einer-illusion/#comment-35803</link>

		<dc:creator><![CDATA[SoNicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 06:23:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Manches ist aber wohl wahr. Hört Euch nur einmal meine traurige Geschichte an.Im Jahre 2002 kam ich, der ich zu diesem Zeitpunkt arbeitslos war und in Meiningen wohnte, in Kontakt mit der Thüringer Akademie Erfurt GmbH (Unternehmensgruppe Dr. Döllekes). Dort berichtete man mir, dass die CIS Institut für Mikrosensorik gGmbH in Erfurt dringend qualifiziertes Personal zwecks Festanstellung suche. Ein Vorstellungsgespräch mit einem Vertreter der Thüringer Akademie Erfurt GmbH vor Ort im CIS Institut für Mikrosensorik gGmbH, an dem u.a. auch der Leiter desselben, Herr Dr. Freitag teilnahm, verlief positiv. Man teilte mir mit, dass ich zunächst ein unbezahltes Praktikum absolvieren müsse, während dem man sich einen Überblick über meine Fähigkeiten verschaffen wolle. Seien meine Leistungen während des Praktikums gut, so beabsichtige man, mich fest einstellen. Meine Leistungen waren, wie auch im Arbeitszeugnis bestätigt wurde, sehr gut.Als man mich dann trotz der sehr guten Leistungen nicht wie versprochen nach 6 Monaten eingestellt hat, bin ich vors Arbeitsgericht Erfurt gezogen und habe, da natürlich von Seiten des CIS alles frech abgestritten wurde, den Arbeitsgerichtsprozeß verloren. Da ich während des Praktikums und danach von Sozialhilfe lebte, mußte ich, um den Arbeitsgerichtsprozeß führen zu können, Prozeßkostenbeihilfe beantragen, die auch genehmigt wurde. Vor einigen Tagen habe ich nun ein Schreiben des Arbeitsgerichtes Erfurt erhalten, in dem die Kosten für den Arbeitsgerichtsprozeß in Höhe ca. 1400 EURO von mir zurückgefordert werden. Nicht genug damit, dass ich unbezahlt gearbeitet habe. Jetzt soll ich auch noch draufzahlen. Das kommt nicht Frage. Dieses Schreiben hat bei mir wieder alles - wie eine ins Unterbewußtsein abgetauchte und dort vermoderte Wasserleiche - hochkommen lassen. Ich empfinde die Demütigung, jemals unbezahlt gearbeitet zu haben, stärker als je zuvor. Schlimm ist, dass man das Trauma, unbezahlt gearbeitet zu haben, niemals mehr los wird. Der abgrundtiefe Hass auf diejenigen, die einen in einer Notlage, wie sie die Arbeitslosigkeit darstellt, auch noch ausgebeutet haben, wird mit den Jahren immer größer. Je mehr man verdient, um so mehr merkt man, wie sehr man ausgenutzt wurde.Wer meint fleißige MA so behandeln zu können, gehört als asoziales Unternehmen ganz dringend an den Pranger gestellt. Alle verdienten. Die CIS Institut für Mikrosensorik gGmbH, indem es eine Arbeitskraft unbezahlt schuften lassen konnte, die Thüringer Akademie Erfurt GmbH, indem sie Gelder der Arbeitsagentur einstreichen konnte. Nur ich war der Verlierer. Kein Lohn, keine Beiträge zur Rentenversicherung und psychische Probleme. Und jetzt noch die erwähnten Kosten des Arbeitsgerichtsprozesses. Es reicht!Ich lebe übrigens jetzt in Baden-Württemberg. Glücklicherweise. Dass ich in den Osten zurückkehren werde, ist ausgeschlossen. Das jahrelange &quot;Überangebot&quot; an arbeitslosen hochqualifizierten Arbeitskräften im Osten hat zu einer Verrohung des Umgangs mit dieser volkswirtschaftlich wichtigsten Ressource durch die Unternehmen geführt, die kurzsichtig war und sich nun zu rächen beginnt.Leute ich kann Euch nur raten: kein Praktikum. Verlangt direkt, was ihr Wert seid. Und wenn die Euch noch so oft erzählen, wie wichtig ein Praktikum. Die wollen die produktivste Zeit Eures Lebens für umsonst und erzählen dafür sonstwas für Märchen. Und wenn Ihr in einem von Arbeitslosigkeit geplagten Bundesland wie Thüringen lebt, in dem man es sich wegen des (noch) reichlich vorhandenen Fachkräfte-Pools meint erlauben zu können, dieses wie den letzten Dreck zu behandeln und auszunutzen, dann mein weiterer dringender Rat: Nichts wie weg.Viel Glück Euch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manches ist aber wohl wahr. Hört Euch nur einmal meine traurige Geschichte an.Im Jahre 2002 kam ich, der ich zu diesem Zeitpunkt arbeitslos war und in Meiningen wohnte, in Kontakt mit der Thüringer Akademie Erfurt GmbH (Unternehmensgruppe Dr. Döllekes). Dort berichtete man mir, dass die CIS Institut für Mikrosensorik gGmbH in Erfurt dringend qualifiziertes Personal zwecks Festanstellung suche. Ein Vorstellungsgespräch mit einem Vertreter der Thüringer Akademie Erfurt GmbH vor Ort im CIS Institut für Mikrosensorik gGmbH, an dem u.a. auch der Leiter desselben, Herr Dr. Freitag teilnahm, verlief positiv. Man teilte mir mit, dass ich zunächst ein unbezahltes Praktikum absolvieren müsse, während dem man sich einen Überblick über meine Fähigkeiten verschaffen wolle. Seien meine Leistungen während des Praktikums gut, so beabsichtige man, mich fest einstellen. Meine Leistungen waren, wie auch im Arbeitszeugnis bestätigt wurde, sehr gut.Als man mich dann trotz der sehr guten Leistungen nicht wie versprochen nach 6 Monaten eingestellt hat, bin ich vors Arbeitsgericht Erfurt gezogen und habe, da natürlich von Seiten des CIS alles frech abgestritten wurde, den Arbeitsgerichtsprozeß verloren. Da ich während des Praktikums und danach von Sozialhilfe lebte, mußte ich, um den Arbeitsgerichtsprozeß führen zu können, Prozeßkostenbeihilfe beantragen, die auch genehmigt wurde. Vor einigen Tagen habe ich nun ein Schreiben des Arbeitsgerichtes Erfurt erhalten, in dem die Kosten für den Arbeitsgerichtsprozeß in Höhe ca. 1400 EURO von mir zurückgefordert werden. Nicht genug damit, dass ich unbezahlt gearbeitet habe. Jetzt soll ich auch noch draufzahlen. Das kommt nicht Frage. Dieses Schreiben hat bei mir wieder alles &#8211; wie eine ins Unterbewußtsein abgetauchte und dort vermoderte Wasserleiche &#8211; hochkommen lassen. Ich empfinde die Demütigung, jemals unbezahlt gearbeitet zu haben, stärker als je zuvor. Schlimm ist, dass man das Trauma, unbezahlt gearbeitet zu haben, niemals mehr los wird. Der abgrundtiefe Hass auf diejenigen, die einen in einer Notlage, wie sie die Arbeitslosigkeit darstellt, auch noch ausgebeutet haben, wird mit den Jahren immer größer. Je mehr man verdient, um so mehr merkt man, wie sehr man ausgenutzt wurde.Wer meint fleißige MA so behandeln zu können, gehört als asoziales Unternehmen ganz dringend an den Pranger gestellt. Alle verdienten. Die CIS Institut für Mikrosensorik gGmbH, indem es eine Arbeitskraft unbezahlt schuften lassen konnte, die Thüringer Akademie Erfurt GmbH, indem sie Gelder der Arbeitsagentur einstreichen konnte. Nur ich war der Verlierer. Kein Lohn, keine Beiträge zur Rentenversicherung und psychische Probleme. Und jetzt noch die erwähnten Kosten des Arbeitsgerichtsprozesses. Es reicht!Ich lebe übrigens jetzt in Baden-Württemberg. Glücklicherweise. Dass ich in den Osten zurückkehren werde, ist ausgeschlossen. Das jahrelange &#8222;Überangebot&#8220; an arbeitslosen hochqualifizierten Arbeitskräften im Osten hat zu einer Verrohung des Umgangs mit dieser volkswirtschaftlich wichtigsten Ressource durch die Unternehmen geführt, die kurzsichtig war und sich nun zu rächen beginnt.Leute ich kann Euch nur raten: kein Praktikum. Verlangt direkt, was ihr Wert seid. Und wenn die Euch noch so oft erzählen, wie wichtig ein Praktikum. Die wollen die produktivste Zeit Eures Lebens für umsonst und erzählen dafür sonstwas für Märchen. Und wenn Ihr in einem von Arbeitslosigkeit geplagten Bundesland wie Thüringen lebt, in dem man es sich wegen des (noch) reichlich vorhandenen Fachkräfte-Pools meint erlauben zu können, dieses wie den letzten Dreck zu behandeln und auszunutzen, dann mein weiterer dringender Rat: Nichts wie weg.Viel Glück Euch.</p>
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		Von: la deutsche vita		</title>
		<link>https://germanblogs.de/ade-generation-praktikum-abschied-von-einer-illusion/#comment-35804</link>

		<dc:creator><![CDATA[la deutsche vita]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2006 19:37:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Verallgemeinerungen der Form &quot;Generation X&quot; oder &quot;Generation Y&quot; sollten immer mit Skepsis genossen werden, es sei denn sie ordnen sich von selbst in den Bereich der literarischen Fiktion (wie bei Douglas Coupland). Im Grunde ging es in der Debatte ja darum, dass sogenannte &quot;prekäre&quot; Arbeitsverhältnisse zunehmen. &quot;Generation prekär&quot; hört sich aber nicht so gut an. Und einfach nur &quot;zunehmen&quot; lockt auch niemanden an den Bildschirm. Also wurde für ein paar Wochen die &quot;Generation Praktikum&quot; ausgerufen. Und bald folgt dann die nächste, mindestens ebenso prekäre Generation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verallgemeinerungen der Form &#8222;Generation X&#8220; oder &#8222;Generation Y&#8220; sollten immer mit Skepsis genossen werden, es sei denn sie ordnen sich von selbst in den Bereich der literarischen Fiktion (wie bei Douglas Coupland). Im Grunde ging es in der Debatte ja darum, dass sogenannte &#8222;prekäre&#8220; Arbeitsverhältnisse zunehmen. &#8222;Generation prekär&#8220; hört sich aber nicht so gut an. Und einfach nur &#8222;zunehmen&#8220; lockt auch niemanden an den Bildschirm. Also wurde für ein paar Wochen die &#8222;Generation Praktikum&#8220; ausgerufen. Und bald folgt dann die nächste, mindestens ebenso prekäre Generation.</p>
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		<title>
		Von: Kirsten Wilczek		</title>
		<link>https://germanblogs.de/ade-generation-praktikum-abschied-von-einer-illusion/#comment-35805</link>

		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Wilczek]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2006 18:11:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://germanblogs.de/ade-generation-praktikum-abschied-von-einer-illusion#comment-35805</guid>

					<description><![CDATA[Manchmal muss man bei einer Thematik, die als aufgeblasenes Problem daher kommt, nur den Stöpsel ziehen. So ist das bei der Generation Praktikum auch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal muss man bei einer Thematik, die als aufgeblasenes Problem daher kommt, nur den Stöpsel ziehen. So ist das bei der Generation Praktikum auch.</p>
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