Zusatzversicherungen für Zähne, Einzelzimmer und Sehhilfen – was bringen sie wirklich?

Für 24 Millionen Versicherte: Höhere Krankenkassenbeiträge in 2016

Weil die gesetzlichen Kassen ihre Leistungen immer weiter kürzen, haben Zusatzversicherungen für Zahnersatz, Brille oder ein Einzelzimmer im Krankenhaus immer größeren Zulauf. Wir haben geprüft, welche Zusatzversicherungen wirklich gut sind und welche nicht…

Zahnzusatzversicherung

Die Zahnversicherung soll die Lücke zwischen Kassenanteil und tatsächlichen Zahnersatzkosten schließen. Der Tarif richtet sich nach Alter, Geschlecht und dem Gebisszustand. Vor dem Vertragsabschluss gilt: Leistungen, Tarife und Eigenanteil vergleichen – denn es gibt enorme Unterschiede in der Beitragshöhe. Für eine Zahnversicherung zahlen Männer zwischen 18 und 37 Euro im Monat, Frauen zwischen 19 und 49 Euro.

Brillenzusatzversicherung

Eine Zusatzversicherung für Sehhilfen lohnt sich besonders, wenn man sehr starke und teure Gläser benötigt und auf eine spezielle Veredelung der Gläser Wert legt. Durchschnittlich liegen die Kosten bei 18 Euro monatlich. Aber vergleichen ist Pflicht. Es gibt nämlich bereits Angebote ab sieben Euro pro Monat. Gestelle übernehmen die Zusatzversicherungen übrigens nicht. Allerdings gibt es Optiker, die für einen kleinen monatlichen Beitrag einen Service für eine Gestell-Reparatur anbieten.

Beste Behandlung vom Chefarzt?

Wer bei einem Klinikaufenthalt die Behandlung durch einen Chefarzt bzw. die Unterbringung in einem Einzelzimmer bevorzugt, kann ebenfalls eine Zusatzversicherung abschließen. Diese kostet allerdings 33 bis 45 Euro pro Monat. Zum Vergleich: Wer ohne Versicherung ein Einzelzimmer wünscht, zahlt einen Aufpreis von 50 bis 100 Euro pro Nacht.

Welche Versicherung lohnt sich wirklich?

Ob sich eine der drei Zusatzversicherungen lohnt, hängt vom Einzelfall ab. Wer beispielsweise chronisch erkrankt ist und jährlich zahlreiche Nächte im Krankhaus verbringen muss, für den lohnt sich eine entsprechende Zusatzversicherung für ein Einzelzimmer. Vergleichen Sie die Preise und wählen Sie das beste Angebot – dann können Sie durchrechnen, ob es sich für Sie lohnt.

Aber wir empfehlen: Wenden Sie sich als erstes an ihre eigene Krankenkasse. Dort sind Zusatzpakete meist kostengünstiger, weil es Gruppentarife gibt und die Gesundheitsprüfung nicht so streng ist.

Außerdem sollten Vielreisende dringend über eine Auslandskrankenversicherung nachdenken. Denn darin ist der Rücktransport nach Deutschland gesichert, den die gesetzliche Krankenkasse nicht übernimmt.

Foto: Fotolia, 11515543, BK

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