Kasperköppe

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Kulturschrott

Wenn der Rezensent sich um Authentizität bemüht, ohne authentisch zu sein, und das auch noch im Bereich des "Pop-Journalismus" - dann sind Katastrophen nahezu unausweichlich (bloß woran liegt's?):

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Der Nullsatz

‚Nullsatz’ nenne ich einen Satz, der einen Text entweder nicht weiterführt oder unter dem sich niemand etwas vorzustellen vermag. Somit unterscheidet er sich klar vom gewöhnlichen ‚Geschwalle’ oder ‚Aufbrezeln’, wodurch Alltagswissen oder absolute Banalitäten zum bloßen Imponier-Popanz aufgeblasen werden: „Das Denken ist eine dem Menschen immanente Tätigkeit, die aus der mentalen Produktivkraft des neuronalen Systems entspringt“. Der Nullsatz dagegen, der sperrt sich gleich gegen jegliche Anschaulichkeit.

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Der innere Kommentar

Ich weiß auch nicht, woher ich weiß, dass es sich wohl um ein Willi-Wichtig-Treffen handeln muss, wenn der beworbene Rummel 'Future of Communication' heißt. Es könnte an diesem hölzernen Englisch liegen oder an anderer Wortgarnitur ... jedenfalls ist der innere Kommentar dann, wenn's an den Nerven zerrt, eine gute Vorstufe zu jeglicher Form von Kritik. Auch, wenn dieser Kommentar eigentlich noch nicht druckreif ist. Sei's drum.

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Opium und Romantik

Erzkatholisch sein und den halluzinogenen Drogen zugewandt - sobald jemand ein wenig über Marienerscheinungen nachdenkt, und über Wasser, das sich in Blut verwandeln kann, überrascht es ihn nicht, dass lange vor jeder Drogengesetzgebung diese doppelt spirituelle Kombination in Umbruchzeiten unter Intellektuellen endemisch war.

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Sprachgefühl

Unser Sprachgefühl entwickelt sich nicht im stillen Kämmerlein. Man muss schon hinausgehen ins tosende Leben, um es durch Erfahrung zu erwerben.

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Heute schon geschwurbelt?

«Was meinst du eigentlich mit "Schwurbel"?» fragte mich jemand per E-Mail. Nun - diese sprachliche Neuschöpfung bezeichnet ziemlich genau das, was Dieter E. Zimmer mit Blick auf die Psychoanalyse einst "Tiefenschwindel" nannte, nur nicht aufs werte Ich, sondern aufs Philosophisch-Welterläuternde bezogen.

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Schon seltsam – dies Eszett

Recht betrachtet, ist der Buchstabe ß gar keiner. Er zählt zu den zusammengesetzten Zeichen, den "Ligaturen", wie die Setzer sagen. Er wurde aus den Buchstaben s und z zu einem Zeichen zusammengefügt, weil das Setzen dann schneller ging. Ferner gibt es dieses Eszett nur im Deutschen.

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