WM für Frauen

Ich
kann mich noch gut an die WMs meiner Studien- und frühen Berufszeit
erinnern, als das WM-Studio abwechselnd in unseren kleinen Wohnungen
stattfand. Reihum wurde zu jedem unser WM-Equipment mitgebracht. Wir
hatten eine große  Chipstrommel in der die
Kronkorken gesammelt wurden. Es gab dunkle Bettlaken, um die Fenster zu
verhängen, da es damals oft an Vorhängen gegen die Sonne mangelte. Das
Kickersonderheft gehörte ebenso dazu, wie die „Tippliste“ und es kamen
jede Menge gute Freunde, die einem die Bierkisten bereitwillige in den
4. Stock getragen haben. Und dann saßen wir da, oft auf dem Fußboden
und hatten unseren Spaß.

Heute ist das natürlich alles etwas schicker. Es gibt Vorhänge,
bequeme
Sessel und Sofas. Es wird gegrillt, gebacken, gequatscht, und die
Kinder spielen im Garten. Es wird nicht mehr so viel geflirtet,
stattdessen wird in jeder Halbzeitpause mit den Jungs gekickt. Aber der
Spaß ist der Gleiche.

Egal
wie alt oder jung, egal ob in der Kneipe, beim Fanfest, in der Villa
oder Studentenbude, man muss die Feste feiern wie sie fallen!

Deshalb
ist es doch eine Freude, wie engagiert sich die Frauenzeitschriften der
WM widmen und uns mit Mode- und Ernährungsratschlägen die WM
schmackhaft machen.

Besonders originell sind dabei die Formulierungen:
„So
schmeckt die WM“ rät die „Brigitte“(Heft 13) mit internationalen
Rezepten zu Buletten: schwedisch, italienisch, asiatisch, mexikanisch
und französisch.
Mit dem Titel „Halbzeit“ werden Snacks empfohlen, die „sogar Schiedsrichter bestechen“  bei „Living at Home“.
„Volltreffer in der Küche“  rät
„Woman“ mit „Abseits-Semmeln“, Torschuss-Taschen“, „Elfmeter-Spießen“,
„Halbzeit-Happen“, oder „Pokalsieger-Grütze“. Und hier gibt es sogar
den persönlichen WM-Planer für Frauen, als rote und gelbe Karte zum
heraustrennen.

Die „Elle“ gibt  Bekleidungstipps in den Nationalfarben und
hilft mit „Nie mehr im Abseits“ durch Smalltalktipps zum Fußball.
Ich finde besonders sexy  die
WM-Shirts von „Closed“ mit Nationalfarben und außergewöhnlich schön ist
das Wetter. Etwas enttäuscht war ich von der „gala“-Auswahl der
schönsten Fußballer, da habe ich doch noch den einen oder anderen
attraktiven Spieler mehr gesehen. Also lasst uns WM feiern!

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