WM: Die Niederlande blamiert Weltmeister Spanien

Eigentlich hatte Weltmeister Spanien zu Beginn der Partie alles im Griff… Ein schnelles Kurzpassspiel und schon führten sie mit 1:0 gegen den Herausforderer aus den Niederlanden. Doch kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit erzielt Robin van Persie den 1:1 Ausgleichstreffer und so begann mit Anpfiff der zweiten Halbzeit das Spanien-Debakel.


Mit der Begegnung Spanien – Niederlande wiederholte sich das WM-Finale von 2010 früher als gedacht. Im ersten Gruppenspiel trafen die beiden Teams aufeinander. Doch sollte sich die dramatische WM-Finalniederlage der Niederländer (0:1) nicht wiederholen. Am Ende stand es 1:5 aus Sicht des Titelverteidigers.

Die erste Halbzeit im Überblick

Spanien Trainer Vicente del Bosque setzte auf sein bisher bewährtes 4-3-3-System. Auf der anderen Seite überraschte Louis van Gaal mit einem neuen System: Dem 5-3-2, das sich hingegen bewähren sollte.

Spanien begann gewohnt offensiv und setzte wenig überraschend auf die Überlegenheit im Ballbesitz. Doch durch das niederländische Spielsystem fiel den Iberern das Durchkommen schwer. Die gestärkte Defensive, sowie das sich fallenlassende Mittelfeld setzten auf Konterfußball. Und das fand bereits in Minute 8 seinen Erfolg: Arjen Robben passte auf Mitspieler Wesley Sneijder, der den Ball aufs Tor brachte. Torhüter Iker Casillas hielt den Ball knapp aber sicher. Die Antwort Spaniens folgte: Nur vier Minuten später setze Andrés Iniesta den Ball knapp über den Querbalken.

Ab diesem Zeitpunkt dominierten zwar die Spanier, bekamen aber kaum eine klare Torchance, da sie mit ihrem einstudierten Kurzpassspiel kaum ein Durchkommen gegen die defensivformatierten Niederländer fanden. So war es kaum verwunderlich, dass Spanien nur durch einen Elfmeter in Führung ging (27.). Doch auch diese Schiedsrichterentscheidung bleibt fraglich (bereits im Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien wurden die FIFA-Schiedsrichter infrage gestellt). Diego Costa kam im Strafraum zu Fall – der italienische Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, da sein Gegenspieler Stefan de Vrij gefährlich nah an seinem Fuß stand. In der Wiederholung aber zeigte sich: Costa rutschte von alleine weg.

Die Niederländer versuchten sich zu wehren, außer drei Distanzschüssen aber blieben sie erfolglos. In der 43. Minute dann kamen die Spanier noch einmal vor das gegnerische Tor, Hollands-Keeper Jasper Cillessen aber konnte den Schuss von David Silva gerade noch wegwischen.

Robin van Persie machte es eine Minuten später besser: In einer sehenswerten Szene lupfte der Kapitän der Ball mit dem Kopf über Torhüter Casillas zum 1:1 Pausenstand.



Die zweite Halbzeit im Überblick

Mit der zweiten Hälfte wurden die Verhältnisse erschwert: ein plötzlich einsetzender Platzregen überraschte alle Beteiligten. Beide Teams setzten nun vermehrt auf Flanken und längere Bälle. Bayerns Arjen Robben nutze einen dieser Bälle aus, tanzte leichtfüßig seine Gegenspieler Piqué und Sergio Ramoms aus und erzielte in der 53. Minute den 2:1 Führungstreffer.

Dieses Tor beflügelte das Spiel der Niederländer. So kam es nur sieben Minuten Später (60.) zu einer weiteren Torchance von Kapitän Robin van Persie, der den Ball an die Querlatte schoss. Nach einem Freistoß aber geschah es: van Persie bedrängte Spaniens Keeper Casillas im Fünfmeterraum, der zu Fall kam und Stefan de Vrij schob den Ball von der rechten Seite über die Linie. Das Tor zählte, und erneut werden die Schiedsrichterdiskussionen laut.

Die Spanier protestierten lange, Casillas erhielt die Gelbe Karte wegen Meckerns und das Spiel ging weiter. Die Spanier schienen geschlagen und so nutze Kapitän van Persie einen Fehler der Spanier aus und erzielte das 4:1 (72.). In der 80. Minute dann die letzte Ohrfeige für den Titelverteidiger Spanien: Wesley Sneijder servierte Arjen Robben einen Traumpass, der erneut Ramos, Piqué und Casillas austanzte: 5:1.

Das Spiel war vorbei, Spanien überrascht und erniedrigt und Hollands Trainer Louis van Gaal muss sich in den nächsten Tagen wohl erst mal keine negative Kritik mehr anhören…

Video: YouTube

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