Bildung

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Wie steht es eigentlich um das deutsche Bildungssystem? Die Spanne der Beurteilungen reicht von „vorbildlich“ bis „stark reformbedürftig“. Theoretisch kann jeder Bundesbürger fast ein ganzes Leben lang von diesem System in mehrfacher Hinsicht profitieren. Zunächst kann er die vielfältigen Möglichkeiten für seine eigene Ausbildung nutzen. Doch auch, wenn es um die Zukunft der Kinder und Enkelkinder geht, ist es wichtig, den Aufbau des Bildungssystems genau zu kennen. Nur so lassen sich die sich bietenden Möglichkeiten optimal nutzen.

Wer ist für Bildung zuständig?
In Deutschland haben die Bundesländer die Kulturhoheit und sind damit auch für die Gesetzgebung und Verwaltung im Bereich der Bildung zuständig. Dieser wichtige Bestandteil des deutschen Grundgesetzes hat aber auch seine Schattenseiten, wovon jede Familie, die mit schulpflichtigen Kindern von einem Bundesland in ein anderes umzog, ein Lied singen kann. Nicht nur die Lehrpläne unterscheiden sich zwischen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch das Schulsystem. Doch trotz aller Unterschiede gibt es ein fünfstufiges Grundgerüst, das bundesweit gültig ist. Es reicht von der Primarstufe (Grundschule) bis zum Quartärbereich, zu dem alle Weiterbildungsangebote zählen.

Immer in der Diskussion – das Schulsystem
Die Vorschule ist in Deutschland nicht Teil des Bildungssystems. Die erste Stufe auf der Bildungsleiter ist die Grundschule, in der alle Kinder – je nach Bundesland – vier oder sechs Jahre gemeinsam lernen. In der Sekundarstufe I trennen sich die Wege der Klassenkameraden. Ob sie anschließend eine Hauptschule (wird in sechs Bundesländern angeboten), Realschule, Gesamtschule (eventuell mit gymnasialer Oberstufe) oder ein Gymnasium besuchen, hängt von ihrem Leistungsvermögen, vom Bundesland und zum Teil auch von ihrem Elternhaus ab.

Von der Schule ins Leben
Halten die Schüler endlich ihr Abschlusszeugnis in der Hand, wechseln sie zur Sekundarstufe II, zu der auch die gymnasiale Oberstufe gehört. Absolventen der Hauptschulen beginnen in der Regel eine duale Ausbildung. Der Realschulabschluss ist die Eintrittskarte für berufsqualifizierende Berufsgänge (mittlere Beamtenlaufbahn, Fachoberschule, gymnasiale Oberstufe). Die meisten Optionen haben die Abiturienten, sie können ein Studium im so genannten Tertiärbereich (Fachschule, Berufsakademie, Hochschule, Universität) aufnehmen oder sich für eine berufliche Ausbildung entscheiden.

Ohne lebenslanges Lernen geht es nicht mehr
Berufseinsteiger merken es schnell: Ist der erstrebte Berufsabschluss endlich erreicht und der erste Job gefunden, geht es fast nahtlos mit dem Lernen weiter. Der Arbeitgeber erwartet beispielsweise spezielle Zusatzqualifikationen, weil ein neues Verfahren eingeführt werden soll oder der nächste Schritt auf der Karriereleiter erfordert einen höheren Abschluss. Doch zum Quartärbereich des Bildungssystems, der die Weiterbildung Erwachsener beinhaltet, gehören sehr vielfältige Angebote. Neben dem Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen gehören auch Angebote der politischen Bildung und der Vermittlung sozialer Kompetenzen in diesen Bereich.

Wer sich engagiert, kommt weiter
So berechtigt die Kritik an einzelnen Punkten des deutschen Bildungssystems sein mag, theoretisch bietet es jedem einzelnen vielfältige Chancen. Ohne Eigeninitiative geht es allerdings nicht. Wer immer auf der Höhe der Zeit bleiben will, muss sich ständig mühen. Die angebotenen Möglichkeiten sind vielfältig, doch es erfordert viel Engagement den eigenen Weg zu finden und das Beste aus dem Angebot zu machen.

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