Wir lernten uns beim Fusi kennen! Richtig!

Da war es wieder! Das doch weit verbreitete weibliche Unverständnis, dass man nach Ende eines Fußballspiels seine Mannschaft durchaus mal länger zelebrieren kann, als nur bis zu 10 Minuten nach dem Abpfiff. Dass man laut schreiend mit wehenden Fahnen durch die nächtliche Frische fährt und es allen mitteilen möchte:

BERLIN! BERLIN! WIR FAHREN NACH BERLIN!

Wahrscheinlich war es nur die Reaktion auf das, was vorher vor der Leinwand geschah. Denn in der 80ten Minute, als ich auf dieser billigen Holzbank Rückenprobleme bekam und nur dank des Bieres die Schmerzen nicht schlimmer wurden, beanspruchte ich meine Stimmbänder mehr und mehr. Nach ersten gescheiterten Versuchen gelang es mir, mich in die Masse der interaktiven Kommunikation in Form von singendem – DEUTSCHLAND VOR! NOCH EIN TOR! – zu integrieren und in ihr zu versinken.

Voller Enthusiasmus drehte ich mich zu meiner Begleitung um, wollte sie in das Fieber, was mich gepackt hatte, aufnehmen. Doch sie sah mich nur erstaunt an! Den Glauben verlor sie dann wohl, als ich einen mir fremden Mann umarmte, und danach mit ihm abklatschte, nachdem Odonkor dem Neuville den Ball auf den Fuss gelegt hatte und der ihn ENDLICH reinmachte.

Wir lernten uns beim Fusi kennen! Richtig!

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