Wieder 244 km, diesmal HB-HH-HB

Das erste Mal vor Jahren, als ich die Barkasse Blankenese-Neuenfelde nahm, um nach einem Schleswig-Holstein-Trip mit meiner Frau wieder nach Bremen zu radeln, trafen wir auf eine Schulklasse´aus Blankenese, die auf dem Weg war in die Alpen – mit Fahrrädern und drei Lehrern, für 3 Monate. Ein unvorstellbar mutiges Unterfangen, wie ich fand. Ich habe mich spontan bemüht Sponsoren zu finden. Nun war ich wieder mit dem Fahrrad unterwegs: HB-HH-HB. Am ersten Tag kam ich von Bremen, bzw. Lilienthal bis Buxtehude. Dort bellen die Hunde zwar entgegen hartnäckiger Vorurteile nicht mit dem Schwanz, dafür findet man sich in einer Stadt wieder, die winzig und übersichtlich, und trotzdem voller internationaler Gaststätten und netter Menschen ist. Bei Preisen wie in München na, sagen wir mal 1976, würde ich schätzen, läßt es sich gut leben. Auch in einem im Übrigen sehr guten indischen Restaurant am Rande der Altstadt. Dort saß ich und verdaute nicht nur das exellente Essen, sondern auch die 109 km, die ich am ersten Tag zurückgelegt hatte. Ich saß im ersten Stock, und da war gerade eine größere Gruppe aus einem Unternehmen zum Essen. Man hatte etwa fünf Tische zusammengestellt. Nach fünf Minuten war klar, dass eigentlich niemand zu dieser Feier Lust hatte bis auf eine Frau, die ich erst nicht sehen konnte, die aber dauernd grell und schneidend lachte, so dasss das gesamte Gespräch für Sekunden erstarb, und vielleicht noch zwei oder drei Menschen, denen es offenabr schmeckte und die sich mochten. Es war noch nicht einmal 19.00 Uhr und die Gäste suchten schon verzweifelt nach Gründen aufzustehen und zu gehen. "Mein Mann……, ", "Mein Sohn……, ", "Mein Klavieruntericht…..", "…mein Auto aus der Werkstatt…." usw. Als ich gekommen war, ca. 18.30 Uhr, waren es noch etwa 20 Menschen, gegen 19.00 Uhr waren es noch vier. Ich weiss nicht, was der Anlass war, aber irgend jemand hat bezahlt. Mit seinem Geld das Essen und mit seiner Seele das Erlebnis. Denn die Teller waren kaum berührt. Den meisten hatte das Essen gar nicht geschmeckt. Es waren also Höflichkeitsbesucher gewesen. Sie hatten sich weder für das Essen noch für den Anlass oder den/die Einladende(n) interessiert, aber ihre Pflicht (?) erfüllt und waren kurz erschienen, hatten schweigend im Essen gestochert und waren wieder verschwunden. Schade, dachte ich. Eine Beleidigung für den Koch, für die Gastgeberin oder den Gastgeber, eine leidige Zeit für die Höflichen. Im Grunde für jeden der Beteiligten ein ganz großer Mist!

Wäre hier nicht eine einzige, klare Ent-Täuschung besser gewesen?

So etwas muss man sich doch nicht antun!

Herzlichst Ihr Detlef Scheer

P.S. Das Foto zeigt den Blick vom Anleger in Blankenese rüber nach Neuenfelde bei typischem – herrlichen – norddeutschen Sommer-Wetter. Empfehlenswert! 

10 Meinungen

  1. Bezüglich der 3 Lehrer, die mit ihren Schülern für 3(!) Monate einen Ausflug machen:Das kann doch nicht gut gehen. Nach drei Monaten stressen sich die Schüler doch gegenseitig nur an. Natürlich ist es eine gute Erfahrung, aber betreuen will ich sowas nicht.

  2. Mir ist die Umstellung auch anfangs sehr schwer gefallen, da Weizen ein wichtiger Bestandteil bei meinem Nahrungsmitteln war. Nach langer Recherche und viel lesen und ausprobieren komme ich mittlerweile gut damit klar und kenne auch viele Ersatzprodukte, die ich stattdessen kaufe. Falls ich auswärts esesn gehe habe ich mir die Foodcards von http://www.delicardo.de gekauft. Wirklich praktisch. Auf der Karte steht drauf, dass ich kein Weizen vertrage, worin Weizen vorkommen kann und was ich stattdessen essen darf. Die Köche sind jedes Mal hocherfreut über diese kleine Hilfe und ich kann den abend unbeschwert genießen.

  3. Hi,

    also steigen Sie um auf Gerstenprodukte,die Gluten sind i.d.R.nachteilig für den Körper.Es entstehen viele Gesundheitl.Symtome die dann leider falsch interpretiert werden.

    Gruß

    Vital Energy

  4. Nun weiß ich seit ungefähr 6 Monaten, dass ich eine Weizenallergie habe und ehrlich gesagt weiß ich wirklich nicht wie ich damit umgehen soll! Ich habe das Gefühl ich kann gar nichts mehr Essen bzw. irgendwas Leckeres!! Für mich ist das wirklich sehr schlimm, ich hoffe dass ich irgendwann damit umgehen kann! Habt ihr vielleicht einen guten Tipp für mich?

  5. Konrad Glattes

    unser Sohn hat wahrscheinlich Weizenmahlallergie seit einigen monaten
    es äusert sich in Schnupfen und laufende Nase
    wie kann man definitif sagen das es Weizenmehlallergie ist ?
    wir verzicheten auf sämtliche Weizenprodukte es wurde besser aber nicht gut!
    Wer kann uns tips geben?

  6. Hier werden der Unterschiede zwischen Gluten und Klebereiweiß bzw. Weizenallergie und Glutenallergie ausführlich diskutiert.
    Aber, was ist denn der Unterschied?
    KEINER!
    Gluten und Klebereiweiß sind das gleiche!!!
    Wer es nicht glaubt, soll sich informieren in Fachbüchern oder auch bei Wikipedia.

  7. Lieber Peter!
    JA,
    Gluten und Klebereiweiß sind das gleiche!
    ABER
    was hier endlich mal schön beschrieben ist, und das findet man sonst im Netz kaum, dass eine Weizenallergie nicht zwingend die Glutenallergie (Zöliakie) bedeutet.
    Die beiden Allergien SIND zwei verschiedene Angelegenheiten.
    in meinem Fall hat mich da Wikipedia und Co. ziemlich fehlgeleitet.

  8. Hallo,vor einiger Zeit litt ich unter asthmatischem Husten, Atemnot, mußte mich ständig Räuspern, hatte oft Mandelentzündung, Herzrasen und Migräne. Nach eigener Suche im Internet stieß ich auf die Weizenallergie. Seit über einem Jahr meide ich Weizen bei meiner Ernährung. Die Symtome sind verschwunden, mir geht es gut. Als mein Arzt mich auf die Weizenallergie jetzt testete konnte nichts festgestellt werden. Bilde ich mir nun alles ein…gibt es eine Erklärung? Vielleicht kann mir jemand helfen!

  9. Hallo Wecki,
    habe seit 3 Wochen ähnliche Symptome wie du und hab leider erst in 2 Wochen einen Allergietest. Der Allergologe hat mir gesagt, dass ich meine „Verdachtslebensmittel“ bis zum Allergietest nicht ganz weglassen soll, weil das sonst die Tests verfälscht. Bei Weizenallergie werden Antikörper gebildet, die auch im Blut nachweisbar sind. Wenn du 1 Jahr keinen Weizen mehr gegessen hast, kann das sein, dass der Körper kaum/keine Antikörper mehr gegen Weizenproteine bildet. Wenn du Klarheit haben willst, solltest du vielleicht wieder Weizen essen und dann, wenn die Symptome wieder auftreten, den Allergietest wiederholen.
    Vielleicht sind es aber außer dem Weizen auch andere Stoffe, die die Allergie verursachen. Beim Ausprobieren und Weglassen von Lebensmittteln habe ich entdeckt, dass neben Weizen bei mir auch Glutamat und/oder Hefe (incl. Backhefe, Hefextrakt etc) in Frage kommen. Unverträglichkeit von z.B. Glutamat macht keine „richtige“ Allergie, sondern ist eine Abbaustörung, bei der keine Antikörper gebildet werden („Pseudoallergie“). Man kan die Unverträglichkeit nur durch Essen/Weglassen und Beobachten der Symptome feststellen; ich glaube es gibt keinen richtigen Test.
    Hoffe, ich konnte dir damit helfen. Viel Erfolg und gute Besserung!

  10. Hallo an Alle,
    es gibt deutliche Unterschiede zwischen Gluten-Unverträglichkeit und Weizenallergie, sowohl bei den Symptomen als auch in der Ursache. Hier der Text vom Deutschen Allergie- und Asthmabund zu Lesen unter:
    http://www.daab.de/ernaehrung/weizen-allergie/
    „In der Berufsgruppe der Bäcker sind Weizen-Allergien sehr verbreitet. Weizenmehl wirkt als inhalatives (eingeatmetes) Allergen und verursacht Bäckerasthma. Als Lebensmittel-Allergie kann sie u.a. Magen-Darm-Beschwerden, Asthma oder Anaphylaxien auslösen.

    Auslöser einer Weizen-Allergie sind unterschiedliche Eiweißbestandteile wie Weizen-Albumin, Globulin und Klebereiweiß. Albumin und Globulin kommen hauptsächlich in der äußeren Schale des Korns vor, das Klebereiweiß im Mehlkörper.

    Reaktionen auf Weizen – nicht immer eine Allergie

    Von der Weizenallergie werden Unverträglichkeitsreaktionen abgegrenzt, denen andere Mechanismen zugrunde liegen. Über massive Darmbeschwerden – ständige, übel-riechende, fetthaltige Durchfälle – äußert sich die Zöliakie oder Sprue, eine generelle Überempfindlichkeitsreaktion auf das Klebereiweiß (Gluten), das sowohl in Weizen als auch in Roggen, Hafer, Gerste oder Dinkel vorkommt. Die Diagnose wird über eine Darmspiegelung mit Biopsie gesichert. Die Zöliakie ist eine schwere Erkrankung, die eine lebenslange, strikte glutenfreie Kost mit sich bringt und nicht mit einer Weizen-Allergie gleichzusetzen ist.“

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