Wenn die Schule zur Qual wird

Der erste Elternabend im
Gymnasium ist auf den 22. Oktober ansetzt. Mein Sohn hat gerade von der
Grundschule in die 5. Klasse gewechselt. Ich bin gespannt auf die neuen Eltern,
die Klassenlehrer und das, was uns erwartet. Die Dame in Blau redet viel an
diesem Abend, vor allem aber eins: Die Kinder müssen gerne zur Schule kommen!
Ach, dachte ich, kein Problem. Das mochte Anton bislang immer gerne.
 Angefangen hat es mit
unserem Umzug. Leider lag die neue Wohnung nicht mehr um die Ecke. Das hieß
also: früher aufstehen, im Dunkeln zum Bus und viel Zeit darin.
 Dann die Hausaufgaben. Die
Ansprüche werden höher und die Kleinen müssen mehr leisten. Anton ist bereit zu
leisten: Aufstehen, Schule. Schule, Schule. Nachhause kommen, Hausaufgaben.
Noch mal Hausaufgaben, Abendbrot und dann ins Bett. Für einen Zehnjährigen?
Nicht schlecht, dachte ich. Anton meinte: „Das ist kein Leben mehr.“ Ich
stimmte ihm zu.
 Vorbereitung durch die
Grundschule? Wenn es vorher egal war, ob man Spieler, Schpiler oder Spielar schrieb, ist es das jetzt
überhaupt nicht mehr. Manche Aufgaben müssen nun zwei- oder dreimal gemacht
werden. Mit Tränengarantie natürlich. Eine aufwendige Buchvorstellung gab Anton
einen Tag zu spät ab, „sorry, aber das gibt leider eine Sechs“. Die wurde dann
mit der Eins für das tatsächliche Referat zusammengezählt. Na, rechnen können
Sie ja selbst. Regeln finde ich toll, nur Vergessen darf man auch mal was,
meine Meinung!
 Die ersten Bauchschmerzen.
Meistens Sonntagabends, später häufiger. Dann die Tränen morgens bei der
Verabschiedung auf dem Hausflur. Das brach mir das Herz. Von der
Klassenlehrerin bekam ich den Tipp: Anton sollte seine Ansprüche an sich selbst
überdenken. Noch mal: ein Zehnjähriger? Ich weiß ja nicht, wie sich Ihre Kinder
in diesem Ater verhalten, aber meiner weiß vielleicht gerade mal, wie
„Anspruch“ geschrieben wird …
 Vielleicht Homöopathie? Die
hat auch mir schon so manches Mal aus der Patsche geholfen. Bei Anton hat’s
erst mal nicht so viel gebracht. Er mochte nach wie vor keine Eier, nahm von
sich aus immer noch kein Buch in die Hand und hat auch sonst noch nachts im
Schlaf laut geredet.
 Nächste Station:
Erziehungstherapeut. „Ja, Frau Sauer. Das müssen Sie entscheiden. Er ist dafür
noch zu jung.“ Nach dem Gespräch mit Anton empfahl er mir, von einem Wechsel
Abstand zu nehmen. Anton fände das nicht so toll. Klar findet er das nicht
toll. Kinder entscheiden sich immer für das, was ihnen vertraut ist und
außerdem, ich denke, ich soll das entscheiden?
 Also gut,
jetzt mal einen Moment wie ein Erwachsener … Vorteile, Nachteile. Ja, hier
steht’s, der Nutzen überwiegt: kürzerer Weg, Freunde um die Ecke, viel mehr
Freizeit. Herz gefasst und Termin gemacht. Mit dem Direktor der Schule bei uns
um die Ecke: „Ja, eigentlich sind wir voll, aber nichts ist unmöglich. Montag
um acht hier vor der Tür!“ Bitte? Ja, so einfach war’s. Gestern war Antons
erster Tag. Er hat ihn gut überstanden. In seiner neuen Klasse sind ein alter
Kindergartenkumpel und einer aus seiner Grundschule. Und ohne mir etwas schön
zu reden: Heute morgen strahlte mein Kind …

6 Meinungen

  1. Ein Schulwechsel kann in einer schwierigen Situation sehr Hilfreich sein, habe die Erfahrung früher selber gemacht.

  2. Ein Schulwechsel kann in einer schwierigen Situation sehr Hilfreich sein, habe die Erfahrung früher selber gemacht.

  3. es gilt für sein kind und seine belange verantwortung zu übernehmen. sicherlich würde ein kind – für sich – anders entscheinden, als ein erwachsener. aber, der weitblick fehlt ihm, die umsicht und die einschätzung.ich denke, die situationen abwägen und das buchgefühl nicht außer acht lassen.eine gesunde mischung ist wichtig und vor allem die belange des kindes mit in die waagschale werfen.

  4. es gilt für sein kind und seine belange verantwortung zu übernehmen. sicherlich würde ein kind – für sich – anders entscheinden, als ein erwachsener. aber, der weitblick fehlt ihm, die umsicht und die einschätzung.ich denke, die situationen abwägen und das buchgefühl nicht außer acht lassen.eine gesunde mischung ist wichtig und vor allem die belange des kindes mit in die waagschale werfen.

  5. Womit könnte man die Probleme lösen, wenn nicht mit den Talenten, die das Kind dafür hat? Und wenn es einen, z.B. aufgrund schlechter Erfahrungen, nicht an sich ran lässt? In der neuen Ich-kann-Schule zeigte sich, dass der bewusste Verstand, dem man immer alles hundertmal erklären will, für die Lösung meist gar nicht zuständig ist. Die wichtigen Lebensfunktionen, die Talente, Geistes- und Seelenkräfte werden alle vom UNBEWUSSTEN gesteuert. Und mit dem kann man ganz ungestört reden, wenn das Kind schläft. Mit dieser „Schlafsuggestion“ kann man die erschöpften Kräfte auftanken und zum Wachsen bringen, Irritationen kann man ausräumen und die Talente neu ausrichten am, Erfolg, den man schon einmal mit Sogwirkung ausmalt und für den man einen klaren Auftrag gibt. Jeden Abend ein paar Minuten für dieses gute Gespräch mit den tatsächlich zuständigen Kräften genügt. Der Erfolg wird spür- und erllebbar.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

  6. Womit könnte man die Probleme lösen, wenn nicht mit den Talenten, die das Kind dafür hat? Und wenn es einen, z.B. aufgrund schlechter Erfahrungen, nicht an sich ran lässt? In der neuen Ich-kann-Schule zeigte sich, dass der bewusste Verstand, dem man immer alles hundertmal erklären will, für die Lösung meist gar nicht zuständig ist. Die wichtigen Lebensfunktionen, die Talente, Geistes- und Seelenkräfte werden alle vom UNBEWUSSTEN gesteuert. Und mit dem kann man ganz ungestört reden, wenn das Kind schläft. Mit dieser „Schlafsuggestion“ kann man die erschöpften Kräfte auftanken und zum Wachsen bringen, Irritationen kann man ausräumen und die Talente neu ausrichten am, Erfolg, den man schon einmal mit Sogwirkung ausmalt und für den man einen klaren Auftrag gibt. Jeden Abend ein paar Minuten für dieses gute Gespräch mit den tatsächlich zuständigen Kräften genügt. Der Erfolg wird spür- und erllebbar.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

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