Weinreben schneiden: So machen Sie nichts falsch

Weinreben schneiden: So machen Sie nichts falschEine Weinrebe muss aufgebaut und erzogen werden. Sobald man diesen Grundstock beim Anbau gesichert hat, kann man im Jahresschnitt für die Pflege des Weinbergs oder des Weins an der Häuserwand sorgen. Hierzu muss man sich mit dem Winterschnitt, dem Ausbrechen und Entspitzen, sowie dem Sommerschnitt beschäftigen, die zum jeweiligen Zeitpunkt für mehr als nur das Entfernen alter Triebe oder das Wahren der Form wichtig sind.

Weinrebe schneiden: So wirds gemacht!

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Schnitttechnik für Weinreben

Bei der richtigen Schnitttechnik einer Weinrebe schneidet man mit einer sehr scharfen Gartenschere  zwischen zwei Augen.

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Winterschnitt: Grobschnitt 1

Im Februar oder März beginnt man mit dem Winterschnitt. Im Vorjahr sind am Wein gelbbraune, ockerfarbene oder rotbraune Triebe gewachsen, die allesamt bis auf vier bis sechs Knospen abgeschnitten werden.

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Winterschnitt: Grobschnitt 2

Man sucht aus den gekürzten Trieben auf jedem Quadratmeter fünf bis sechs heraus, die dicker sind als die anderen und sich auch in der Nähe des Stammgerüsts befinden. Alle anderen werden bündig abgeschnitten – es empfiehlt sich die ausgesuchten Triebe vorher entsprechend zu markieren.

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Winterschnitt: Feinschnitt

Im Feinschnitt kürzt man einige der markierten, stehen gebliebenen Triebe auf zwei bis drei Augen herab – diese bezeichnet man als Zapfen, während die anderen Stecker genannt werden. Man sollte zwischen 15 und 20 Augen pro Quadratmeter zählen, wenn man mit dem Winterschnitt fertig ist.

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Schnittsysteme

Man schneidet eine Weinrebe nach einem der drei Schnittsysteme kurz, mittel oder lang. Der kurze Schnitt eignet sich vor allem für Anfänger, Fortgeschrittene wählen den mittleren und Profis wagen sich an den langen Schnitt.

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Kurzer Schnitt

Die Zapfen der Weinrebe werden ab dem vierten Jahr auf zwei Augen gekürzt, ab dem fünften bilden sich Verholzungen, die ebenfalls auf zwei Augen gekürzt werden. Man schneidet immer von den sich neu bildenden Trieben soviel herunter, dass sich neues Fruchtholz bilden kann und baut so den Stock auf. Man sollte sich nicht wundern, dass beim kurzen Schnitt kaum mit Ertrag gerechnet werden kann.

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Ausbrechen

Beim Frühjahrsschnitt, dem sogenannten Ausbrechen, werden unerwünschte Triebe aus dem Holz (“Wasserschosse”) und unfruchtbare Triebe abgetrennt. Sind mehrere Ansätze an einer Knospe zu erkennen, so lässt man die stärkste stehen und brich die anderen aus.

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Entspitzen

Um gerade bei jungen Pflanzen, die sehr lange Triebe ausbilden, die Fruchtbildung zu gewährleisten, kann man mit dem Entspitzen im Juni dafür sorgen, dass durch den so entstehenden Saftstau sich Blüten und Trauben besser entwickeln. Wer sich aber dem Entspitzen widmet, wird nicht umhin kommen, auch einen Sommerschnitt ansetzen zu müssen.

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Sommerschnitt

Im Juli ist auch der Zeitpunkt für den Sommerschnitt gekommen – wenn man es mit Weinreben mit starkem Wuchs zu tun hat, Geiztriebe zurückschneiden muss oder für ein einheitliches Bild sorgen will.

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Entlauben

Im Spätsommer kann man einzelne Blätter über den Trauben entfernen. Hierbei sollte man darauf achten, nicht alles auf einmal wegzunehmen, sondern die Arbeit in mehreren Abschnitten über etwa zwei Wochen verteilt zu erledigen, damit die Früchte nicht verbrennen. Mit dem Entlauben kann man Grauschimmel vorbeugen.

Image: DOC RABE Media – Fotolia

2 Meinungen

  1. Hallo,ich hab sämtliche Rezepte schon nachgekocht und bin dankbar für diese:)Immer wenn ich grad keine Ahnung habe was ich kochen oder backen könnte, schau ich mir hier die Rezepte durch.Die Brezen mach ich morgen und freu mich schon auf die frischgebackenen Brezen..mmmm:))))GLG

  2. Christiane Bowien-Boell

    Gibt es etws ,das wilde Weinreben besonders schlecht vertragen? Anders ausgedrueckt, wie kann ich eine Weinrebe, die sich imGarten ausgebreitet hat, wieder loswerden? Es fehlt an Zeit und Kraft, um diese Superpflanze in Schach zu halten. Wir haben lockeren, sandigen Boden und ausser dieser Pflanze waechst nicht “freiwillig”.Vielen Dank. C. Bowien-Boell, Mannheim

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