Weihnachtsdekoration

Freitag nach Thanksgiving wird Black Friday genannt. Da sind alle so genervt von der Zeit mit der Familie, dass sie nur noch raus und shoppen wollen. Ein Tag, den die Geschäftsleute herbeisehnen und entsprechend auszuschmücken verstehen. Freitag früh um fünf machen die ersten Geschäfte auf. Sie locken die Langschläfer unter uns mit Super-Sonderangeboten. Die ersten zwanzig Einkäufer werden mit einem Geschenk belohnt. Für alle gelten neue Preise, die Waren sind um 30, 40 oder 50 Prozent gesenkt. Das Weihnachtsgeschäft hat offiziell angefangen.

Es gibt also doch Leute, die an Thanksgiving arbeiten, diejenigen nämlich, die die Waren neu auspreisen müssen, die Nussknacker aus dem Lager holen und zusammen mit den Weihnachtsbäumen aufstellen sollen.

Weihnachstmärkte im deutschen Sinne gibt es nicht in Amerika. Es gibt Holiday Fairs, entweder in einer beheizten Halle oder auf einem abgegrenzten Gelände auf dem Marktplatz. Es gibt Weihnachtslieder singen in der Kirche oder auf Konzerten, oft auch Lieder mit deutschen Texten.

Die Schreibwarenläden verkaufen Weihnachtskalender, aber hinten drauf steht Made in Germany oder France. Umso mehr freute ich mich also auf die Weihnachtsfeier im Goetheinstitut. Von dort konnte ich Stollen, Plätzchen und Glühwein erwarten. Dieses Jahr allerdings wurde die Weihnachtsfeier zusammengelegt mit der Feier zum 40-jährigen Bestehen des Instituts in Boston. Daher auch die grosse Geburtstagstorte, das etwas holprige Happy Birthday liebes Goetheinstitut Boston und die Musikgruppe, die nicht nur weihnachtliche Lieder spielte. Der zweite Dezember 2007 war mehr als Tag der Offenen Tür zu verstehen, eine Gelegenheit, sich und die Sprachrpogramme vorzustellen und den Kulturkalender zu verteilen.

Der erste Advent in Boston bescherte des Nachts auch den ersten Schneesturm, Verkehrschaos angesagt, warme Kleidung ein Muss. Die Heizungen laufen auf Hochtouren, die Stromrechnung gleich mit, denn die Amerikaner lieben es, beleuchtete Dekoration im Vorgarten aufzustellen: Rehe, Weihnachtsmänner, Schneemänner mit bunten Lichtern.

Ja, die Weihnachtszeit hat angefangen, vom Wetter her, von den Ausschmückungen und den Einkaufsgelegenheiten.

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