Von langen Wörtern und der Zukunft

Thema von Kapitel 12 ist Deutschlands Bildungssystem.  Also sind Erklärungen nötig: wer macht eine Ausbildung, wie finanziert man ein Studium u.ä. Da bietet es sich an, dass ich als Aufmunterung für zwischendrin jedes Mal über ein langes Wort spreche, ihnen zeige, wie sie diese Ungetüme in einzelne (bekannte) Teile zerlegen und wieder zusammenfügen können. Das erste Wort hörten wir in einem Video über die Arbeit einer Rechtsanwältin: Scheidungsangelegenheiten. Die Vokabel ‚Scheidung‘ kannten sie schon, jetzt kam noch ‚Angelegenheit‘ dazu. Ich zeige den Studenten dann die Worte jeweils in einem anderen Kontext, zum Beispiel: Kümmer dich um deine eigenen Angelegenheiten! Gleichzeitig wiederholen wir die Regeln, die für zusammengesetzte Substantive gelten (‚s‘ einschieben als ‚Klebestoff‘). Diese Woche war unser unendliches Wort also Bundesausbildungsförderungsgesetz … auch nach mehreren Versuchen war niemand in der Lage, ohne sich zu verschlucken, das Wort im Ganzen vorzulesen … Fazit: Germans are crazy!

Eine der Aufgaben zum Selbst schreiben ist ein Essay über den Berufswunsch. Erstaunlicherweise wollen viele Männer Polizisten werden. Ob da Fernsehserien wie CSI Miami, Las Vegas, … eine Rolle spielen? Ein paar äußern auch den Wunsch, Lehrer zu werden. Freimütig erzählen sie, wie wichtig es ihnen ist, die langen Sommerferien zu geniessen. Wie jung sie sind, ist ersichtlich in ihrer Überzeugung, Geld sei nicht wichtig … nur eine Studentin hat zugeben, dass sie Geschäftsfrau werden will, um viel Geld zu verdienen. Angesichts der momentan grassierenden Arbeitslosigkeit und Unsicherheit stellt sie bemerkenswerten Mut zur Schau.

Zurück zur Grammatik: verwirrend ist der doppelte Gebruach des Verbs werden: Ich werde Koch werden. Einmal in seiner Funktion als Markierung für die Zukunft. Und einmal mit semantischem Gehalt etwas werden. Um das Ganze zu vereinfachen, habe ich nun als Mustersatz ‚Ich möchte Koch werden.‘ eingeführt.  

Keine Meinungen

  1. Vor allem in jungen Jahren hat man vielleicht an diesen Mythos geglaubt. Und bei wenigen mag es vielleicht so passiert sein. Aber wenn man realistisch an die Sache rangeht, wird man erkennen, dass für eine langjährige Beziehung nicht nur das Aussehen entscheidend ist, sondern viel mehr dahinter steckt.

  2. Liebe auf den ersten Blick beschränkt sich nur auf das Äußere. Wer behauptet, durch Liebe auf den ersten Blick seinen Seelenverwandten gefunden zu haben, hat einfach Glück gehabt, dass der Charakter beim Partner auch stimmt. Meistens ist es aber so, dass nach einiger Zeit die rosa Brille abgenommen wird und man den Menschen sieht.

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