Viral Photos: Planking, Horsemaning und Owling – Wir klären auf!

Die Bewegungen, welche momentan eine Renaissance erleben und wieder einmal Menschen zahlreicher Länder zum Zücken der Kamera verleiteten, werden auch durch den Begriff “Viral Photos” gedeckelt, da die Verbreitungsgeschwindigkeit an die eines Virus erinnert.

Viral Photos: verrückte Fotos im Netz

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Planking

Als Gary Clarkson und Christian Langdon (*1982/85) im Jahre 1997 auf die Idee kamen, sich an den verschiedensten Orten stocksteif mit Kopf nach unten sowie angelegten Armen hinzulegen und abzulichten, war das lying down game, auch Plan(c)king genannt, geboren. Das Reizvolle war das Posieren an immer ungewöhnlicheren Orten, was im Laufe der Zeit neben unterhaltsamen Aufnahmen auch tausende Anhänger hervorbrachte. Die 2007 von den Gründern ins Leben gerufene facebook-Gruppe “the lying down game” zog innerhalb der ersten 2 Wochen 1500 Mitglieder an, deren Anzahl sich mittlerweile auf weit über 100 000 beläuft. Große Aufmerksamkeit im ungewollten Sinne wurde dem 20-jährigen Acton B. aus Brisbane zuteil, als er betrunken beim Versuch, auf einer Balkonbrüstung zu planken, aus dem 7. Stockwerk in den Tod stürzte. Nur vier Tage später, am 19.Mai 2011, fiel ein 20-jähriger Mann ebenfalls australischer Herkunft vom Kofferraum eines rasenden Autos, und befindet sich seitdem im Koma.

2

Owling

Einigen Leute aus der Viral-Photos-Szene mit besonders viel Zeit war das jedoch nicht genug und so wurde  in einem Moment besonderer Kreativität das Owling geschaffen. Vom englischen Begriff für Eule abstammend, nehmen die Fotografierten die Position des zumeist nachtaktiven Vogels im Sitzen an, was mitunter auch ganz amüsant anzuschauen ist. Auch hier vernetzen sich die Anhänger der Bewegung in sozialen Netzwerken, um Ihre Werke präsentieren zu können.

3

Horsemaning

Etwas einfallsreicher als die Vogel-Nachahmer sind die Horsemaning-Fans, dessen Name eng verbunden mit der amerikanischen Geschichte des Kopflosen Reiters ist, welcher dem Ein oder Anderen aufgrund der Burton-Verfilmung “Sleepy Hollow” geläufig sein könnte. Ziel ist es, sich als Enthaupteten fotografieren zu lassen, wobei ein irgendwo anders im Bild auftauchender Kopf dies zu unterstreichen versucht.Über Sinn oder Unsinn dieser fotographischen Kunstform lässt sich ebenso streiten wie über den Drang, sich im Internet als besonders mutig profilieren zu müssen – eines jedoch ist klar: Vorsicht und Voraussicht bei der Jagd auf Viral Photos hat noch keinem geschadet.

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