Treffen der Generationen: PowerBook G3 vs MacBook

Da die meisten Leser sicher am ehesten mit Windows und dessen Universum vertraut sind, eine wichtige und erstaunliche Information vorweg: Zwischen PowerBook und MacBook liegen nicht nur einige Computergenerationen. Seitdem das PowerBook G3 auf dem Markt gekommen ist, hat Apple erst einen kompletten Bruch mit dem Betriebssystem hinter sich gebracht und dann einen mit dem zentralen Prozessor der Geräte.

Dieses eigentlich waghalsige Unternehmen hat sich gelohnt, soviel kann man schon sagen. Mac OS X gilt als modernes und fortschrittliches Betriebssystem und beim Blick auf Windows Vista vergessen selbst eingefleischte PC-Zeitschriften derzeit nicht, den bereits seit Jahren verfügbaren Konkurrenten zu nennen. Welches Betriebssystem nun „besser“ ist, will ich hier gar nicht diskutieren. Ich arbeite sowohl mit Mac OS X, als auch mit Windows XP und kenne beide Welten. Da ich privat einen Mac habe, kann man meine Entscheidung aber sicher leicht ablesen.

Egal. Der zweite Bruch betrifft den Hauptprozessor. Setzte Apple dabei jahrelang auf Entwicklungen von Motorola und IBM, verkündete Apple-Chef Steve Jobs vor fast einem Jahr das Undenkbare: Apple gibt den Prozessor-Sonderweg auf und steigt auf den Mainstream um.

Der Zeitpunkt scheint ideal gewählt. Intel und AMD liefern sich eine Schlacht um den besseren Prozessor. Als noch der PowerPC in Macs verbaut wurde, war das undenkbar. Von einer rasanten Weiterentwicklung der Prozessoren konnte keine Rede sein und seitdem Steve Jobs den Wechsel verkündete, scheint sie ganz eingeschlafen zu sein. In der X-Box 360 sind Abwandlungen des PowerPC drin, aber für Desktops oder Laptops ist kein Fortschritt in Sicht.

Während mein PowerBook also noch auf den PowerPC G3-Chip mit 400 MHz setzt, arbeitet im MacBook nun ein Intel Core Duo mit 2×1,83 GHz. Diese Zahlensprünge setzen sich fort, wenn man den Hauptspeicher und die Festplatte miteinander vergleicht.

Eine integrierte Webcam, serienmäßig W-LAN und Bluetooth und mindestens ein kombiniertes DVD-Spieler- und CD-Brenner-Laufwerk übertrumpfen das PowerBook ebenfalls.

Der Monitor ist mehrere Klassen besser geworden. Aufs Breitbild könnte ich verzichten, aber die enorme Helligkeit ist schon super und die deutlich höhere Auflösung schafft Platz auf der Fläche.

Die Akkulaufzeit des MacBook wird mit bis zu 5 Stunden angegeben und 3 bis 4 Stunden sind tatsächlich realistisch. Da konnte das PowerBook zuletzt nicht mehr mithalten. Die Akkus leisteten noch etwa eine Stunde ihren Dienst. Dafür war das Gehäuse des PowerBook so geschickt designt, dass man ohne Verrenkungen das DVD-Laufwerk herausnehmen und dafür einen zweiten Akku einsetzen konnte – genial. Andersherum war es auch möglich, den Akku komplett zu entfernen, ohne ein Loch im Gehäuse zurück zu behalten.

Das leistet das MacBook nicht mehr, dafür ist es erheblich flacher. Ob einem das Gesamtdesign des Gehäuses gefällt, ist dabei natürlich Geschmackssache. Ich mochte mein schwarzes PowerBook. Aber das extrem reduzierte Design des MacBook (selbst die Lautsprecher sind „unsichtbar“ integriert) gefällt mir persönlich sehr.

Bei den Schnittstellen hat sich wenig getan. Aus USB wurde USB 2.0 und aus dem Megabit-Ethernet ein Gigabit-Ethernet, dafür gibt es nur noch eine statt zwei Firewire-400-Anschlüsse. Allerdings habe ich sowieso noch nie mehr als ein Firewire-Gerät zugleich betrieben. Hier zeigt sich jedenfalls, dass Apple offenbar schon vor Jahren auf die richtigen Anschlüsse gesetzt hat.

Klasse ist natürlich die mitgelieferte Software zum MacBook, jetzt habe ich beispielsweise auch GarageBand. Mal sehen, ob ich nun (endgültig) zum Podcaster werde…

(Fortsetzung folgt – natürlich)

P.S.: Nach Punkte gewinnt natürlich klar das MacBook. Aufgrund seiner treuen Dienste, dem Nostalgiefaktor und dem schwarzen Gehäuse einigen wir uns mal auf ein Unentschieden 😉

P.P.S.: Wie sich ein Apple Newton gegen einen Samsung Ultra Mobile PC schlägt, kann man übrigens in diesem witzigen Artikel nachlesen. Vorsicht: Er ist nicht ernstgemeint. Ich wiederhole: Er ist nicht ernstgemeint 😉

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  1. also der test ist nicht übel.
    aber eins ist wirklich mies, die Akku laufzeit des powerbooks : eine stunde ??? ich bekomm mit einem akku mindestens,4 stunden und mit 2 akkus 8 bis 9 stunden. da kann das macbook einpacken.
    Die Festplatte hab ich auf 120 Gb erweitert. den Arbeitsspeicher auf 1 GB. wlan hab ich auch reingepackt. dann noch mac os X 10.3.9 drauf und das teil läuft wie eine eins. auch photoshop funzt super .und ich spreche hier von 400 Mhz. schaut man sich nen windows pc mit 400 mhz an kann man in urlaub fahren bis der hochfährt oder itunes startet . noch was. mein macbook (neuste version 2.0 ghz,4 GB ram) braucht um die 18 Sekunden um itunes zu starten. mein powerbook hat es nach 11 Sekunden am start.
    klar,die grafik „karte“ des PB G3 ist fürn arsch. Aber eins kann ich sagen. ich hab in einem Computer an & und verkauf gearbeitet und hab da vom ibook g4 bis zum powerbook titanium und bis zum neuen macbook pro alles gesehen und getestet. Und aus irgend nem grund hat mich nie eins so überzeugt wie das powerbook. Natürlich sieht das Ganz neue Macbook alu Hammer aus. SO edel usw. aber benutzt es mal 2 oder 3 monate wie sieht es dann aus ? ja hier und da kratzer die das schöne design stören. auf dem Billigen Hochglanz display sieht man jeden fingerabdruck und egal wie vorsichtig man wischt nach einer zeit sind hier und da kleine „schliere“ also nett zum ansehen leistungs stark aber nicht wirklich Mobil . es sei denn man kann hinweg sehen das,das einmalige design immer komischer aussieht. das Powerbook sieht nach 7 Jahren noch fast aus wie am ersten tag und es hat mehr Urlaube und alles erlebt als jedes andere notebook von mir.die Tastatur ist genial,das display naja… könnte heller sein.aber hey kein hochglanz, sind fingerabdrücke drauf schnell abwischen und sieht aus wie neu, Hochglanz ist für die Tonne vorallem bei geräten die man auch auserhalb vom heim oder büro unter der lieben sonne nutzt.
    Ich nutze das Powerbook schon ewig. heute zwar nur noch als 2 laptop aber für schreiben bilder musik internet chatten emails uvm reicht es mehr als aus.Videos laufen, nicht besonders gut aber sie laufen. mit vlc lässt sich vieles flüssig abspielen. UND eins noch: Das Design ist das beste überhaubt finde ich, auch wen ich das Titanium auch sehr hübsch finde.Und auch wen ich jetzt wegen der arbeit öfter mein macbook nutzen muss . macht es mir am PB G3 noch immer am meisten spaß, und 300 euro bei ebay( so viel in etwa kostet es bei gutem zustand) ist echt nicht zu viel für seine schönheit. so das wars von mir gruß an alle die das bis zum ende gelesen hab 😀

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