Sind pflanzliche Heilmittel aus der Apotheke wirklich besser?

Apothekerin mit verschränkten Armen

Discounter bieten pflanzliche Heilmittel zum Schnäppchenpreis. Doch oft haben die Sonderangebote erhebliche Nachteile.

Auf den Aktionstischen der Supermärkte liegen immer häufiger auch Tabletten. Mit Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Präparaten machen Discounter Millionenumsätze. Denn die Preise sind oft unerreicht niedrig. So kann man zum Beispiel 100 Tabletten eines Weißdornpräparats zur Stärkung des Herzens dort schon für rund vier Euro bekommen. In der Apotheke kostet ein vergleichbares Produkt etwa das Vierfache. Ist das Abzocke?

Keineswegs, wenn man sich den Inhalt genau ansieht. Zunächst fällt auf, dass die Discount-Tablette weniger als die Hälfte des Wirkstoffs enthält. Es fehlt aber auch der Nachweis, dass es überhaupt hilft. Dies ist allerdings bei solchen Präparaten in Supermärkten, Drogerien oder Reformhäusern kein Kriterium für die Verkaufserlaubnis. Um die Zulassung als Apotheken-Medizin zu bekommen, muss der Inhaltsstoff jedoch seine Wirksamkeit in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen haben. Zudem muss bei Arzneien aus der Apotheke jede Charge einer Heilpflanze auf ihre Reinheit, ihren Wirkstoffgehalt und Schadstoffrückstände überprüft werden. Die Kräuter werden durchgehen korrekt gelagert und nach einer gewissen Zeit weggeworfen, weil sich bestimmte, für die Wirkung wichtige Inhaltsstoffe langsam zersetzen oder verflüchtigen können.

Fazit

Bei Mitteln, die nicht aus der Apotheke stammen, zahlt man unter Umständen einen viel höheren Preis. Nämlich, den, dass sie gar nicht so wirken, wie man es von dem Präparat erwartet. Also lieber Finger weg und lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten!

Foto: Fotolia, 32569915, Volker WItt

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