Privatschulen auf dem Vormarsch

Die Lücken und der Lehrermangel im staatlichen Schulsystem ziehen die Unzufriedenheit der Eltern nach sich und die Gedanken an einen Schulwechsel in eine Privatschule. Viele Eltern vermissen eine wertgebundenere Erziehung, die Möglichkeit auf individuelle Bedürfnisse und Talente einzugehen und nicht zuletzt sind sie genervt von den vielen Ausfallstunden, wegen des Lehrermangels.

Privatschulen befinden sich ,wie es der Name schon sagt, in freier Trägerschaft. Das private Schulwesen existierte bereits bevor sich der Staat überhaupt mit Schulfragen befasste und genoss ein hohes Ansehen. Selbst im Grundgesetz ist die Gewährleistung und Duldung dieser Schulen verankert. Private Schulen bedürfen der Genehmigung des Staates und erhalten diese ,wenn sie in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird.
Sie sind eigene „Wirtschaftsbetriebe“ und sind angewiesen auf die Zufriedenheit ihrer Kunden, also der Eltern und Schüler. Das Lehrerpersonal wird von der Schule selbst eingestellt und erfüllt somit auch das Schulkonzept. Unterrichtsausfall ist an den meisten freien Schulen ein Fremdwort.

Und wie tief müssen die Eltern nun in die Tasche greifen, um ihrem Kind den Besuch einer solchen Schule zu ermöglichen? Zum einen hängt es von der Art der Privatschule ab und davon welche Ansprüche die Eltern an diese Bildungseinrichtung stellen. Für den Besuch einer „normalen Halbtagsschule“, wie es auch die meisten staatlichen Schulen sind, bezahlt man von null bis maximal 150€ Schulgeld pro Monat.
Das ist der Bereich, der vom Grundgesetz besonders geschützt ist, welches besagt, dass in diesem Bereich keine Sonderung nach den Besitzverhältnissen erfolgen darf. Vergleicht man diesen monatlichen Beitrag mit dem Beitragssatz in einem Kindergarten, so wird man feststellen, dass sie annähernd gleich sind und somit nicht von einer Selektion gesprochen werden kann. Um soziale Härten zu vermeiden und möglichst allen Interessenten den Schulbesuch zu ermöglichen, gibt es an vielen Schulen in freier Trägerschaft Stipendien, Geschwisterermäßigungen oder ein nach dem Einkommen der Eltern gestaffeltes Schulgeld.
Sollten Sie also ein Kind im schulpflichtigen Alter haben, so besuchen Sie doch einfach eine Privatschule in Ihrer Nähe und machen sich ein Bild von dieser Alternative zum staatlichen Bildungssystem.
Nähere Informationen zu dem Thema Privatschulen erhalten Sie auf der Internetseite www.privatschulen.de!

10 Meinungen

  1. Ich finde auch, dass es am Geld nicht scheitern sollte, denn es handelt sich hier doch in der Regel um Beträge, die für die meisten Familien erschwinglich sind. Wenn es um die Bildung der Kinder geht, könnte man ja notfalls auch auf das eine oder andere verzichten – würde ich auch tun, wenn nicht viele der Privatschulen sehr religiös angehaucht wären. Oder eine bestimmte Richtung, wie zum Beispiel die Steiners vertreten. Ich finde vieles davon im Kern der Sache gut, kann mich aber nicht genügend damit identifizieren, um zu versuchen (!) meine Kinder an einer solchen Schule unterzubringen. Bleibt also nur die staatliche Schule mit all ihren Nachteilen – und dem nicht unwichtigen Vorteil, dass die Schulfreunde aus dem gleichen Wohngebiet sind.

  2. Ich finde auch, dass es am Geld nicht scheitern sollte, denn es handelt sich hier doch in der Regel um Beträge, die für die meisten Familien erschwinglich sind. Wenn es um die Bildung der Kinder geht, könnte man ja notfalls auch auf das eine oder andere verzichten – würde ich auch tun, wenn nicht viele der Privatschulen sehr religiös angehaucht wären. Oder eine bestimmte Richtung, wie zum Beispiel die Steiners vertreten. Ich finde vieles davon im Kern der Sache gut, kann mich aber nicht genügend damit identifizieren, um zu versuchen (!) meine Kinder an einer solchen Schule unterzubringen. Bleibt also nur die staatliche Schule mit all ihren Nachteilen – und dem nicht unwichtigen Vorteil, dass die Schulfreunde aus dem gleichen Wohngebiet sind.

  3. Nach unseren Erfahrungen an unserer – staatlichen – Grundschule, ist es ein Wunder, dass Eltern nicht scharenweise zu privaten Schulen überlaufen…Nachzulesen unter:http://schule-der-ganz-normale-wahnsinn.blogspot.com/

  4. Nach unseren Erfahrungen an unserer – staatlichen – Grundschule, ist es ein Wunder, dass Eltern nicht scharenweise zu privaten Schulen überlaufen…Nachzulesen unter:http://schule-der-ganz-normale-wahnsinn.blogspot.com/

  5. Wir leben auf dem Land, bei uns gibt es zur staatlichen Schule keine Alternative. Deswegen versuchen wir mit aller Kraft, das öffentliche System zu verbessern. Die Kinder sollten z.B. nicht so früh schon nach ihren Leistungen selektiert werden. Mehr Info unter http://www.haureka.de/laenger-gemeinsam-lernen.htmhttp://www.haureka.de/laenger-gemeinsam-lernen.htm

  6. Wir leben auf dem Land, bei uns gibt es zur staatlichen Schule keine Alternative. Deswegen versuchen wir mit aller Kraft, das öffentliche System zu verbessern. Die Kinder sollten z.B. nicht so früh schon nach ihren Leistungen selektiert werden. Mehr Info unter http://www.haureka.de/laenger-gemeinsam-lernen.htmhttp://www.haureka.de/laenger-gemeinsam-lernen.htm

  7. Mit Bewunderung habe ich diesen Post gelesen. Ich glaube, ich hätte nicht so direkt und doch so ruhig über unser staatliches Schulwesen schreiben können. Ich habe selbst zwei Jungs in einer Grundschule (2. und 4. Klasse). Der Lehrstoff wird nur noch oberflächlich angekratzt. In einer Woche lernen die Kinder dies, in der anderen Woche schon wieder etwas ganz anderes. Der Lehrstoff drückt. Was wir in fünf Klassen gelernt haben, muß heute noch in der dritten und vierten eingetrichtert werden. Langsamere Lerner unter den Kids bleiben außen vor. Eltern (bei denen es zeitlich überhaupt möglich ist) müssen diese Nachteile abfangen. Ausgefallene Unterrichtsstunden sind sowieso an der Tagesordnung. Weiterbildungsseminare der Lehrer werden in der ersten Woche nach den Ferien abgehalten. Wer organisiert so etwas???Und auf der anderen Seite wirklich gute Konzepte von Privatschulen. Es geht doch.

  8. Mit Bewunderung habe ich diesen Post gelesen. Ich glaube, ich hätte nicht so direkt und doch so ruhig über unser staatliches Schulwesen schreiben können. Ich habe selbst zwei Jungs in einer Grundschule (2. und 4. Klasse). Der Lehrstoff wird nur noch oberflächlich angekratzt. In einer Woche lernen die Kinder dies, in der anderen Woche schon wieder etwas ganz anderes. Der Lehrstoff drückt. Was wir in fünf Klassen gelernt haben, muß heute noch in der dritten und vierten eingetrichtert werden. Langsamere Lerner unter den Kids bleiben außen vor. Eltern (bei denen es zeitlich überhaupt möglich ist) müssen diese Nachteile abfangen. Ausgefallene Unterrichtsstunden sind sowieso an der Tagesordnung. Weiterbildungsseminare der Lehrer werden in der ersten Woche nach den Ferien abgehalten. Wer organisiert so etwas???Und auf der anderen Seite wirklich gute Konzepte von Privatschulen. Es geht doch.

  9. Ich denke, dass private Schulen in der Tat „besser“ sind als öffentliche. Das kann ich sagen, weil ich selbst auf einer Privatschule bin und viele andere aus öffentlichen Gymnasien kenne. Bei uns ist die atmosphäre einfach nur viel besser, Lehrer verstehen sich gut mit Schülern, etc.Es gibt sogar Leute, welche nach Schulabschluss trauig sind (!!), von der Schule zu gehen.Es ist aber auch klar, dass es zu so einem Zusammenleben Konzept und auch Geld braucht…Geld das man anscheinend bei öffentlichen Schzulen nicht ausgeben kann.

  10. Ich denke, dass private Schulen in der Tat „besser“ sind als öffentliche. Das kann ich sagen, weil ich selbst auf einer Privatschule bin und viele andere aus öffentlichen Gymnasien kenne. Bei uns ist die atmosphäre einfach nur viel besser, Lehrer verstehen sich gut mit Schülern, etc.Es gibt sogar Leute, welche nach Schulabschluss trauig sind (!!), von der Schule zu gehen.Es ist aber auch klar, dass es zu so einem Zusammenleben Konzept und auch Geld braucht…Geld das man anscheinend bei öffentlichen Schzulen nicht ausgeben kann.

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