Porsche siegt – Audi R10 TDI fährt aufs Podium

Porsche ist nicht zu schlagen

Beim siebten Lauf in Mid-Ohio erzielte das Team Audi Sport North America in der LM P1-Klasse einen überlegenen Doppelsieg in der LMP1-Klasse. Emanuele Pirro (Italien) und Marco Werner (Deutschland) verpassten den Gesamtsieg als Dritte um lediglich 15,073 Sekunden. Ihre Teamkollegen Dindo Capello (Italien) und Allan McNish (Schottland) belegten trotz eines Unfalls in der Startrunde noch den fünften Gesamtrang und Platz zwei in der LM P1-Klasse. Der Audi R10 TDI machte den 150 Kilogramm leichteren LM P2-Sportwagen in Mid-Ohio das Leben schwer. In der ersten Runde katapultierten sich Emanuele Pirro vom achten auf den dritten Platz nach vorne. Nur sieben Runden benötigte der Audi Pilot, um auch die beiden Werks-Porsche mit sehenswerten Manövern zu überholen und die Gesamtführung zu übernehmen. Während der ersten Stunde konnte sich Pirro immer weiter absetzen und einen Vorsprung von mehr als zehn Sekunden herausfahren. Eine ähnlich starke Leistung zeigte Marco Werner, nachdem er den Audi R10 TDI mit der Startnummer 2 von Pirro übernommen hatte. Auch der Deutsche benötigte nur wenige Runden, um die Führung zurückzuerobern, die beim ersten Tankstopp verloren gegangen war.

Entscheidend für den Sieg war ein guter Boxenstopp vom Porsche-Team. Als Romain Dumas mit dem RS Spyder nach 88 Runden zum zweiten Boxenstopp hereinkam, war er Zweiter und rechnete eigentlich nicht mehr mit dem Gesamtsieg. „Wir haben uns auf den Klassensieg konzentriert, doch dann fertigten mich die Penske-Jungs so schnell ab, dass ich in Führung gehen und sogar einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte", sagte er.

In der Klasse GT2 für modifizierte Seriensportwagen feierten Titelverteidiger Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Johannes van Overbeek (USA) mit dem Porsche 911 GT3 RSR von Flying Lizard Motorsports ihren zweiten Saisonsieg in Folge. Ihre Teamkollegen Seth Neiman (USA) und Lonnie Pechnik (USA) kamen auf dem vierten Platz ins Ziel

Stimmen nach dem Rennen

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Der R10 TDI war einmal mehr das dominierende LM P1-Auto. Die wesentlich leichteren LM P2-Sportwagen hatten allerdings auch in Mid-Ohio streckenbedingte Vorteile. Auf solchen Kursen ist die Gewichtsdifferenz zwischen den LM P1- und den LM P2-Fahrzeugen einfach zu groß. Dazu kommt der Nachteil des kleineren Tanks, der heute rennentscheidend war."

Das Ergebnis in Mid-Ohio

  1. Dumas/Bernhard (Porsche) 134 Rd. in 2:46.01,062 Std.
  2. Maassen/Briscoe (Porsche) + 2,360 Sek.
  3. Pirro/Werner (Audi R10 TDI) + 15,073 Sek. (1. LM P1)
  4. Fernandez/Diaz (Acura/Honda) + 39,352 Sek.
  5. Capello/McNish (Audi R10 TDI) + 1.04,633 Min (2. LM P1)
  6. Wallace/Leitzinger (Porsche) – 1 Rd.
  7. Dyson/Smith (Porsche) – 1 Rd.
  8. Brabham/Johansson (Acura/Honda) – 2 Rd.
  9. Pickett/Graf (Lola-AER) – 6 Rd. (3. LM P1)
  10. Herta/Franchitti (Acura/Honda) – 8 Rd.

Links:

  • ALMS

Fotos © 2006 Gerd Kebschull, Sebring (USA)

4 Meinungen

  1. hat man denn was anderes erwartet `?!?!

  2. TDI gegen Sauger … was für ein Duell !

  3. Tja, eigentlich sollte die LM1-Autos gewinnen. Aber kann am Reglement so basteln, dass auf einmal die Königsklasse hinterher fährt. Bin Audi- und Porsche-Fan. Deshalb mein Kommentar auch “ungefärbt”…

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