Platzreife: der Start auf dem Golfplatz

Sie beinhaltet neben der Schlagtechnik auch die Verhaltensregeln auf dem Golfplatz, denn gerade bei diesem Sport wird sehr viel Wert auf Etikette gelegt. Nicht zu vergessen sind die Vielzahl an Regeln, die jederzeit in Form des Regelwerks mitgeführt werden sollten.

Um die Platzreife zu erreichen gibt es viele Angebote und Variationen. Intensivkurse an Wochenenden, Wochenkurse mit Übernachtungsmöglichkeit oder reguläres Training an zwei bis drei Tagen in der Woche über mehrere Monate. Das macht es jedem möglich sein Training individuell anzupassen.
Während es für viele sicher verlockend klingt ihre Platzreife schnellstmöglich zu erlangen, sollten die körperlichen Voraussetzungen nicht außer Acht gelassen werden. Bei einem Intensivkurs droht gerade Anfängern schnell Muskelkater und Überanstrengung. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass es nicht nur Ziel ist seine Platzreife zu erlangen, sondern um die Rentabilität zu gewährleisten, das wirkliche Erlernen des Golfens wichtig ist. Was nützt die Platzreife, wenn man sich ohne Golflehrer eher unqualifiziert auf dem Golfplatz bewegt?

Jeder Interessent sollte sich somit vorher über mehrere Angebote informieren und sich nach allen Abwägungen entscheiden. Ein zentraler Punkt ist hierbei auch, dass die Anerkennung der Platzreife nicht überall gleich ist. Jedem Golfclub ist es vorbehalten die Platzreife anzuerkenne oder nicht.
Wenn sie sicher gehen wollen, dass ihre Platzreife fast überall anerkannt wird, sollten sie darauf achten, dass sie einen Kurs ablegen, der den DVG- Standards entspricht. Der Schwierigkeits- und Aufwandsgrad variiert nämlich stark zwischen den Golfclubs und die DVG-Standards sind sehr hoch anerkannt.

Neben der theoretischen Prüfung, die schriftlich abgelegt wird und Regelkenntnisse abfragt, sind beispielsweise folgende Übungen im Praxisteil abzuleisten:

Männer

In einem Korridor müssen 80% der Bälle 100 m weit geschlagen werden.

Frauen

In einem Korridor müssen 80% der Bälle 80 m weit geschlagen werden.

Man muss über 5 Runden über 9 Loch gehen. Auch Schnelligkeit spielt eine Rolle, so gibt es eine 9 Loch Runde im 3 er flight, die innerhalb ca. 2 ½ Stunden absolviert werden muss. Dabei ist man stets in Begleitung eines Golflehrers.

Wenn sie dann stolzer Besitzer der Platzreife sind, ist es möglich sich weiterzuentwickeln und seine Turnierreife abzulegen. Seien sie also wählerisch, wenn sie sich nach einem Golfclub umsehen, der in Deutschland Pflicht ist um seine Platzreife zu erhalten und sehen sie sich die Angebote genau an.

4 Meinungen

  1. “Wenn sie sicher gehen wollen, dass ihre Platzreife fast überall anerkannt wird, sollten sie darauf achten, dass sie einen Kurs ablegen, der den DVG- Standards entspricht. Der Schwierigkeits- und Aufwandsgrad variiert nämlich stark zwischen den Golfclubs und die DVG-Standards sind sehr hoch anerkannt.”Das allein zeigt doch das die Platzreife voll für den Ars… ist.Jeder kann auch ohne PR/PE spielen und Glücklich werden. In meinen Augen ist sie nur ein weiterer Punkt um Kosten zu produzieren die man nicht braucht.Im Ausland geht das ganze auch ohne, man muss nicht mal Mitglied in irgend welchen Clubs sein um Golf zu spielen.Nur weil die Aussage:”…man muss die PR/PE ablegen.” gemacht wird und ständig wiederholt wird – macht es sie nicht notwendiger. Schaut mal über den Tellerrand und seht das es auch anders geht…

  2. Hallo rebel,

    den Einwand, dass eine PE völlig unnötig ist, kann ich nicht teilen. Es ist auch nicht so, dass eine PE Prüfung nur den Spieler selbst “glücklich” machen soll. Ich denke da vielmehr auch an die übrigen Spieler auf dem Platz, die sicherlich glücklicher sind, wenn vor ihnen jemand Golf spielt, der einigermaßen den Ball trifft und sich auch entsprechend der Etikette auf dem Platz verhält. Natürlich gewährleistet die Prüfung dies alleine nicht.

    Aus diesen Gründen halt ich es für unbedingt notwendig, dass man in irgendeiner Form prüfen kann, ob jemand tatsächlich “reif” für den Platz ist.

    Zum Glück wird auch niemand im Straßenverkehr zugelassen, der keine Fahrprüfung gemacht hat.

  3. und was ist mit den ganzen Ausländern die nie was von einer PR gehört und geschweige denn eine gemacht haben?
    Leider ist es ja in Deutschland nicht gewollt das Golf “Volkssport” wird.

    Das wir für alles eine Prüfung machen müssen, ist ein rein Deutsches Problem, besser spielen oder an die Regel halten, das tun deswegen immer noch die wenigsten. Daran ändert auch die PR nichts.
    Nur weil wir in Deutschland die PR haben, heißt das noch nicht das die anderen die keine haben – schlecht spielen.

    Der Unterschied zwischen Straße und Golf hinkt nicht nur mit einem Bein.
    Wenn, dann muss auch für Fußball, Handball, Skifahren eine Prüfung verlangt werden. Bei manchen Sportarten auch eine für Fans..

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