Patras vereint griechische Kultur und Nachtleben

Die viertgrößte Stadt Griechenlands ist den deutschen
Touristen größtenteils unbekannt. Sie liegt im Dreieck der antiken Stätten
Epidauros, Olympia und Delphi. In dieser prominenten Umgebung hat es die
200.000 Einwohnerstadt schwer für genügend Aufmerksamkeit zu sorgen.

Griechischer Karneval

Für die Griechen steht Patras vor allem für den griechischen
Karneval, der auch dieses Jahr vom 21. Januar bis 5. März als Höhepunkt der
Veranstaltungen stattfindet. Patras‘ Karneval ist mit ca. 50.000 Karnevalisten der
größte in ganz Griechenland. Zudem besitzt Patras einen der wichtigsten Häfen des Landes. Vor
allem aber ist das Nachtleben in ganz Griechenland berühmt. Hunderte kleine
Tavernen und Cafes findet man rund um den Psilalonia-Platz. Hier sitzen die
Menschen bis in die frühen Morgenstunden draußen.

Wahrzeichen der Hafenstadt am Mittelmeer ist die
Rio-Antirrio-Brücke, die mit 2250 Metern die längste von Kabeln gehaltene
Brücke der Welt ist. Vom Vorort Rio aus kann man gemütlich in einer Taverne am
Kiesstrand seinen Wein trinken, während man den Anblick der Brücke genießt. Ganz
ungestört vom Lärm der Stadt.

Frischer Fisch und guter Wein

Für ein leckeres Menü mit frischem Fisch empfiehlt sich eine
Taverne in Hafennähe. Wer mehr Rummel mag, findet eine Taverne neben der
anderen an der Straße Trion Navarhon, die bis zum Platz des Leuchtturms am Meer
führt. Der Platz Ipsila Alonia bildet die Grenze zwischen der Unter- und der
Oberstadt. Leider ist diese Bezeichnungen wörtlich zu nehmen, denn in der Oberstadt
liegen die restaurierten Stadtvillen. Krönung der Oberstadt ist eine
Schlossruine aus byzantinischer Zeit. Die Gebäude der Unterstadt dagegen muten
etwas schäbig an. Bis hierhin sind die Renovierungsarbeiten noch nicht
vorgedrungen.

Neben einer großen Ausstellung zu Leonardo da Vinci werden in
Patras dieses Jahr antike griechische Dramen in einem römischen Amphitheater geboten
(19. Mai bis 4. Juni). Vom 27. April bis 13. Mai stehen Poesie und Musik im
Mittelpunkt.

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