Oskar, der Brandstifter

Ähnlich rabiat gingen in den
20er Jahren die Nationalsozialisten gegen den Reichstag der Weimarer Republik
vor. Sie beschimpften und verachteten die Abgeordneten der Parteien und machten
die parlamentarische Demokratie für die schlechte Lage des Landes
verantwortlich. Die Nazis selbst benutzten und missbrauchten das Parlament, um ihrem
totalitären Herrschaftsanspruch den Anschein von Legitimität zu geben. Man
sieht, Parlamentbeschimpfungen dieser Art, haben (eine unsägliche) Tradition in
Deutschland.

Nun also erneut Lafontaine.
Nach seiner umstrittenen „Fremdarbeiter“ Äußerung im Wahlkampf des letzten Jahres,
nun der erneute Versuch bei den notorisch Frustrierten und Unzufriedenen Stimmen zu
ergattern. Auf welches Niveau er sich dabei begibt, macht nachdenklich. Aberwitzig
gar sein Verständnis für Gewalt. Viele Bürger hätten zu Recht den Eindruck, so
Lafontaine,  „die ganze Bande im Bundestag, die da sitzt“, gehöre in einen Sack gesteckt und geprügelt. Den Richtigen trifft es eh immer.

Mit solchen Äußerungen offenbart
Oskar L. ein Demokratieverständnis,  dass einem kalte Schauer über den Rücken
laufen lässt. Statt sich konstruktiv an der Problemlösung zu beteiligen,
verlegen sich er und seine Genossen von der Partei lieber auf verbale Amokläufe
die niemandem weiterhelfen, aber das Verständnis von Demokratie und Freiheit der Linkspartei/PDS sehr gut auf den Punkt bringen. Was da zu Tage tritt ist erschütternd.

Bleibt nur zu hoffen, dass
der Souverän dem Brandstifter nicht noch einmal das Mandat zum zündeln gibt.

 

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*