OP statt Brille: Wie riskant ist das Augenlasern?

Blaue Augen

Viele Brillen- und Kontaktlinsenträger träumen von einer unbeschwerten Sicht und haben den Wunsch, nach dem Aufwachen ihre Umgebung klar und deutlich zu sehen. Eine Brille zu tragen ist oft hinderlich, sie stört beim Sport und selbst der Gang in ein 3-D-Kino wird lästig. Die Alternative zur Brille sind Kontaktlinsen, doch auch diese haben ihre Schwächen. Sie trocknen die Augen aus und benötigen viel Pflege. Wer also ohne Brille und Kontaktlinsen scharf sehen möchte, hat die Möglichkeit, seine Augen lasern zu lassen. Doch wie kompliziert ist dieser Eingriff, der bereits seit 20 Jahren durchgeführt wird, und welche Folgeschäden gibt es?

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Augenlasern – Wie funktioniert der Eingriff?

Die häufigste Methode gegen Fehlsichtigkeit ist die LASIK-Methode, wie sie beispielsweise bei Smile Eyes (http://www.smileeyes.de) angewendet wird. Diese Operation wird in zwei Schritte unterteilt. Zuerst schneidet der Arzt mithilfe eines Mini-Hobels, dem sogenannten Mikrokeratom, die obere dünne Hornhautschicht auf und klappt diese zurück. Anschließend wird die eigentliche Operation von einem Excimer-Laser durgeführt. Innerhalb von Sekunden formt der Laser die tiefer liegende Hornhautschicht und entfernt das Gewebe, das für die Krümmung verantwortlich ist. Wird bereits beim Öffnen der Hornhaut ein Laserstrahl benutzt, spricht man von Femto-Lasik. Nachdem das Gewebe entfernt wurde, wird die dünne obere Hautschicht wieder auf das Operationsgebiet zurückgeklappt und wächst von selbst wieder an. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und wird ambulant durchgeführt.

Nicht jeder Patient ist geeignet

Eine Voruntersuchung entscheidet, ob ein Patient geeignet ist oder nicht. Zunächst wird geprüft, wie hoch die Kurzsichtigkeit bzw. die Weitsichtigkeit ist. Bis minus acht und plus drei Dioptrien darf operiert werden. Des Weiteren muss die Hornhaut dick genug sein, um so viel abtragen zu können, dass die Fehlsichtigkeit aufgehoben wird, ist das nicht der Fall kann es zur schwerwiegenden Schäden kommen. Durch modernste Geräte, die bei der Voruntersuchung zum Einsatz kommen, wird erkannt, ob ein Patient eine angeborene Neigung zur Keratektase (das Aufweichen und Aufwölben der Hornhaut) hat. Ist dies der Fall sollte auf das Lasern verzichtet werden, denn im schlimmsten Fall kann nach einer missglückten OP nur noch eine Hornhauttransplantation helfen.  Weitere Ausschlusskriterien für eine Behandlung mit Laser sind:

  • Grüner Star (Glaukom)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Diabetes
  • Neurodermitis
  • einige Allergien

Außerdem sollte das Auge ausgewachsen und die Sehkraft stabil sein, sprich sich die Dioptrienzahl sollte sich mindestens zwei Jahre lang nicht ändern. Ebenfalls auf eine Laser-OP verzichten sollten Schwangere, da sich während der Schwangerschaft oft eine Dioptrienverschiebung entwickelt und man nach dem Eingriff antibiotische und kortisonhaltige Augentropfen benötigt. Die sorgfältige Auswahl sowie Diagnose der Patienten sind  also das A und O.

Risiken nach der OP

Hornhautzerstörungen treten sehr selten auf, und wenn hätte der Patient meistens gar nicht erst gelasert werden dürfen. Weitaus häufiger klagen Patienten nach der OP über störende Blend-und Lichteffekte bei Nacht, sogenannte Halos, jedoch vergehen diese Lichtreflexe nach ein bis drei Wochen. Auch die Tränenproduktion ist nach einer LASIK Operation innerhalb des ersten Jahres gestört, die Folge: trockene Augen.

Qualität und Vertrauen

Das breite Angebot ist das größte Problem der Augenlaser-Medizin. Rund 100.000 Deutsche lassen sich jedes Jahr die Augen lasern. Oft kostengünstig im Ausland oder vom Augenarzt um die Ecke. Viele Operateure beherrschen jedoch die sensible Präzisionsarbeit nicht, weil ihnen Erfahrung und/oder die modernen Gerätschaften fehlen. Schlechte Ergebnisse kommen deswegen meist aus zwei Gründen zustande. Erstens war der Patient von vorn herein nicht geeignet und zweitens hat der Operateur keine gute Arbeit geleistet.

Bevor man sich also die Augen lasern lässt, sollte man sich gründlich informieren und Angebote vergleichen. Das TÜV-Siegel kann an dieser Stelle weiter helfen. Es bewertet die operative Qualität, den Service sowie die Patientenzufriedenheit.

Bildurheber: Mariusz Blach – Fotolia

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